Sonntag, 19. November 2017

Eine kleine Feder zum Glück...

Vor ein paar Tagen habe ich meiner Nähmaschine mal wieder eine Grundreinigung verpasst, von oben und von unten.
 
Allerdings schien meine Nähmaschine die Reinigung nicht wirklich gut verkraftet zu haben, denn seitdem passte die Fadenspannung oftmals nicht. Was mir beim Zusammenbauen aufgefallen ist, war, dass der Bügel über der Spulenkapsel seitdem Saubermachen an der Kapsel schleift. Ob das vorher auch so war, konnte ich nicht mehr sagen. :-(
Egal, welche Einstellung ich probiert habe, so richtig schön war es nicht. Heute habe ich dann meine Nähmaschine wieder von uben und unten aufgeschraubt und als die die Plastikwanne unten abgenommen hatte, fiel mir schon die kleine Feder entgegen:
Na super, das ist dann wohl auch der Grund, warum der Bügel nun immer schleift. Nun musste ich nur noch finden, wo die Feder hingehört. Rechts neben der Spulenkapsel waren zwei Teile mit kleinen Löchern drin. Da heutzutage sicher nirgendwo sinnlos Löcher drin sind, musste die Feder da sicher reingehören. Die Feder da wieder reinzufummeln war gar nicht so einfach, aber es ist mir gelungen. Und sobald die Feder wieder an Ort und Stelle war, hatte mein Bügel wieder die richtige Position.
 
Ich habe dann die Flusen der Marathonäherei beseitigt und alles wieder zusammengeschraubt und dann der spannende Moment: Funktioniert die Maschine oder nicht??? Und sie funktioniert, ist leise, der Bügel schleift nicht und die Fadenspannung passt!
 

Nachdem dieses Problem behoben war, habe ich mich an die letzte Lieferung des Gartenquilts gemacht. Drei Schmetterlinge und der Gartenzaun waren da noch zu nähen. Zunächst habe ich die Schmetterlinge genäht, die gingen wirklich sehr einfach zu nähen. Und wenn ich die hellen Dreiecke beim ersten Versuch nicht falsch angenäht hätte, wäre ich mit den drei Blöcken noch schneller fertig gewesen.
Als die Schmetterling da so lagen, habe ich mir schon meine Gedanken gemacht, wie ich da noch die Fühler sticken soll. Dass vielleicht etwas falsch sein könnte, auf die Idee bin ich nicht gekommen. ;-) Ein Blick ins Buch jedoch, zeigte mir dann, dass die hellen Dreiecke an die hellen Stellen gehören. Also trennen, Dreiecke neu schneiden und neu nähen.
Ja, so sehen sie wirklich besser aus. ;-)

Der Gartenzaun war so ein bisschen meine Gruselaufgabe. So viele Teile und wieder so viele Quadrate, auf denen die Mitte zu kennzeichnen war. Allerdings ging das Nähen viel einfacher und schneller als gedacht. Bei den kleinen Quadraten habe ich die Mitte nicht markiert, sondern nach Augenmaß genäht - und es ging. Mein Gartenzaun ist fertig und somit sind nun alle Blöcke aus den Lieferungen genäht.
Ich werde jetzt noch die Blüten lieseln und applizieren und noch den ein oder anderen Block verbessern. Dann könnte ich eigentlich schon ans Zusammensetzen des Mittelteils gehen und vielleicht sogar schon die Ränder vorbereiten. Ausreichend Stoffe aus den vorherigen Lieferungen habe ich noch. Mal sehen, wie ich mich entscheide und ob ich überhaupt Zeit finde, schließlich ist mein Urlaub ja schon wieder vorbei. Schade eigentlich, gegen eine Woche länger Urlaub hätte ich jetzt nichts einzuwenden.

Ich bin auf Reihe :-)

Vielen Dank für Eure aufmunternden Worte zu meinem Uvo-Abbauprojekt. Ich bin auch richtig gut voran gekommen, nur die aktuelle Lieferung ist noch zu nähen. Aber der Reihe nach.

Ich habe in meinem Urlaub aber nicht nur genäht, wir waren auch hin und wieder unterwegs. Eigentlich hatte ich ja z. B. geplant, am Freitag, wenn wir in der Augenklinik lange warten müssen, die Hexagonblumen zu nähen. Schablonen wollte ich mir eigentlich Donnerstag abend noch ausdrucken, aber dann kam es ganz anders und ich konnte mich zum Ausdrucken nicht mehr motivieren. Blöd, denn so saß ich über zwei Stunden sinnlos rum - und Handyempfang hatte ich in der Uniklinik auch nicht. Aber egal.

Am Donnerstag stand die Lieferung mit dem Block mit den vielen Y-Nähten an. Das ist mir bei diesemm Projekt schon oft aufgefallen, dass immer wieder ein bisschen was Neues genäht/probiert wird. Leider auch Y-Nähte.
Den ersten Block habe ich so genäht, wie es in der Anleitung beschrieben worden ist. Leider habe ich damit eine dicke fette Beule in der Blüte produziert (wie auch immer).
 
Zufrieden war ich damit nicht. Bei den nächsten beiden Blüten habe ich von der Reihenfolge her anders genäht - das Ergebnis ist nicht besser geworden.
Ich habe den Block zunächst einmal fertig genäht; überlege aber, die Blüten noch einmal neu zu machen und sie dann zu Lieseln. So, wie der Block im Moment ist, gefällt er mir nicht.
 
Der nächste Block ging dann wieder besser zu nähen, da gab es auch keine blöden Y-Nähte. ;-)
Damit waren dann alle Lieferungen, in denen zwei kleine Blöcke genäht werden mussten, genäht. Nun standen noch die drei Lieferungen mit den großen Blöcken aus. Angefangen habe ich mit dem Block mit den Stockrosen. Dafür musste ich 18 Viertelkreise applizieren. Das habe ich abends beim Fernsehen von Hand gemacht. Es ist nicht perfekt geworden, aber inzwischen appliziere ich sehr gern von Hand.
Die Mühe des vielen Applizierens hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Das ist ein Block, der mir so richtig gut gefällt.

Vor dem nächsten Block, den mit dem Haus, hatte ich doch gehörigen Respekt. Ich habe noch nie Clamshells genäht. Die Anleitung im Buch ist aber wirklich gut geschrieben und so habe ich mich an die Dachschindeln gewagt. Das Nähen und Wenden ging gut, auch noch das Zusammennähen der Schindeln. Im Buch war auch beschrieben, mit welchem Abstand die einzelnen Reihen aufeinander genäht werden sollten. Ich fand die Abstände dann aber irgendwie zu groß und habe nach eigenem Gutdünken genäht - und dann alle Reihen wieder abgetrennt, denn weil ich die Abstände verändert hatte, wären die Ränder nicht in der Nahtzugabe verschwunden. Naja, selber schuld. Nachdem ich dann getrennt habe, passte es besser. Nun stören mich nur noch die sichtbaren, weißen Nähte. Was ich damit mache, weiß ich aber noch nicht.
Tja und dann habe ich gestern Abend sozusagen ein "Saturday Sew Night in" veranstaltet und auch noch den nächten Block genäht. Den Block habe ich genäht und auch die Sonnenblumen zum Applizeren vorbereitet. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich NOCH NIE einen "Dresdner Teller" genäht habe? Das geht ja wirklich einfach. Im Buch war beschrieben, dass die Blüten rechts auf rechts zur Hälfte gefaltet werden soll und die obere Kante genäht werden soll (die Naht sollte am Anfang und Ende jeweils gesichert werden). Diesen Hinweis habe ich ignoriert und meine Teile gleich in Kette genäht. Beim Wenden habe ich gemerkt, warum die Naht gesichert werden sollte - meine ging nämlich immer ein wenig auf. Ich hoffe, dass das, wenn die Blüten appliziert sind, nicht weiter in's Gewicht fällt.

Für die Mitte muss ich mir nur noch eine Schablone schneiden, damit ich die NZG um die Schablone herum legen kann und mein Kreis auch wirklich rund wird. Die Blüten und die Mitte werde ich dann demnächst abends beim Fernsehen von Hand applizieren.

Nun steht nur noch die aktuelle Lieferung aus. Da sind dann drei Schmettterlinge und der große Gartenzaun zu nähen. Mal schauen, ob ich da heute noch ein bisschen dran nähen werde. Ich denke aber schon. Morgen ist mein Urlaub leider schon wieder zu Ende und der Alltag wird mich dann wieder haben. Zum Glück beginne ich  mit einer Frühschicht-Woche, so dass ich schon gegen 16 Uhr zu Hause bin, vielleicht fällt dann noch ein bisschen Nähzeit ab. ;-)

Donnerstag, 16. November 2017

Ich bin wild entschlossen

Vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen bisherigen Blöcken. Ja, der Quilt wird wirklich schön und dass ich daran noch nicht so viel genäht habe, ist allein meiner derzeitigen Situation geschuldet. :-( Aber das wird irgendwann hoffentlich besser und dann MUSS Steffen mich überall hinfahren und ich kann wieder ganz geruhsam auf dem Beifahrersitz sitzen, aus dem Fenster gucken, Handyfotos machen und ein bisschen handarbeiten. Bis das aber so weit ist, liegt noch ein Stück Weg vor uns. Aber egal.

Petra schrieb ja, dass ihr die Katze (?) nicht gefällt. ;-) Ja, das soll eine Katze sein. Ich habe sie ein wenig abgewandelt, da mir die eigentliche Version nicht gefallen hat. Da gefielen mir die Augen nicht, durch meine Abwandlung hat sie ein bisschen Glubschaugen, aber im Gesamtbild gefällt sie mir ganz gut. ;-)

Vorgestern war ich unheimlich fleißig und habe eifrig Blöcke genäht. Zunächst hatte ich ja geschrieben, die nächste Lieferung zu überspringen, da ich die Lieselei morgen in Magdeburg machen möchte. Meine Überlegung war allerdings, wenn ich den überspringe, fange ich wieder an zu sortieren und dann endet es vielleicht wieder in der Kiste. Also habe ich auch den Block schon genäht und entsprechend vorbereitet.
Nun brauche ich noch Papierschablonen für 3/4-Inch Hexagons. Mal gucken, wo ich die herbekomme und dann steht einem angenehmen Aufenthalt in der Uniklinik nichts mehr im Wege. ;-)

Der nächste Block war blöd, gefühlt waren hunderte Dreiecke zuzuschneiden. In Wahrheit waren es dann "nur" 120.  Allerdings nähte ich solche Blöcke nicht wirklich gern, irgendwie passt es bei mir dann immer nicht so wirklich schön.
Hier muss ich dann bei Gelegenheit noch die Blütenstängel applizieren. Das werde ich dann irgendwann abends beim Fernsehen machen.

Auch der nächste Block war nicht das, was ich sonst so gern nähe. Rauten nähen gelingt mir meist nicht ganz so richtig schön. Auch hier hat es nicht ganz so geklappt. Meine unteren Reihen sind unterschiedlich groß und meine Blöcke - aus welchen Gründen auch immer - schmaler als angegeben. Aber das werde ich dann beim Zusammensetzen des Quilts ausgleichen.
Die Blüten für den letzten Block, den ich genäht habe, habe ich abends beim Fernsehen vorbereitet, da gab es mal wieder etwas zum Applizieren. Mittlerweile appliziere ich ja gern von Hand, noch vor ein paar Monaten konnte ich mir das nicht wirklich vorstellen. Genäht habe ich den Block dann gestern abend. Da ich aber noch andere Gedanken hatte, musste ich doch hin und wieder trennen, dem Block sieht man es aber nicht an. Er sieht schön aus.
Wie ich es allerdings geschafft habe, dass die Teile grad wieder so unterschiedlich lang sind, weiß ich nicht. Ich bin eben ein Multitalent - mache Sachen und weiß nicht wie. 😉

Montag, 13. November 2017

Die nächsten zwei

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem gestrigen Post. Dass die Blöcke so viel Anklang finden, hätte ich gar nicht gedacht. Ihr könnt Euch nicht mehr daran erinnern, weil ich nur ein-, zweimal berichtet habe - und dann lagen ja die Lieferungen so rum und sind eingestaubt. :-(

Heute bin ich leider nicht so zum Nähen gekommen, wie ich das gern gehabt hätte. Heute morgen war ich zunächst mit Steffen in Halberstadt und seitdem die Straße durch's Trecktal und die von Hüttenrode nach Blankenburg gesperrt sind, ist eine Fahrt nach Halberstadt eine halbe Weltreise. :-( Hoffentlich sind die Sperrungen bald behoben.

Noch habe ich mich an die Reihenfolge der Lieferungen gehalten und die vierte Lieferung genäht. Zunächst war das der Tulpenblock. Da die Stoffe beim Fatquartershop immer sehr reichlich bemessen sind, konnte ich alle Zuschnitte aus den Stoffen der vorherigen Lieferungen zuschneiden.
Nachdem ich mit diesem Block fertig war, habe ich meine Reststoffe anders sortiert. Zunächst habe ich die immer je Lieferung in den Karton getan. Jetzt habe ich alle Stoffe nach Muster sortiert, so kann ich schneller überblicken, ob ich aus den Resten zuschneiden kann oder ob ich meine neuen Stoffe anschneiden muss. Da ging auch wieder ein bisschen Zeit ins Land, aber jetzt liegt jeder Stoff in einer extra Tüte.

Der nächste Block, der anstand, war der Lilienblock, ein feiner, zarter Block wie ich finde.
Die fünfte Lieferung werde ich mir aufteilen, denn da sind Blüten dabei, die gelieselt werden. Den Block und die Blütenteile werde ich vorbereiten und die Blüten dann am Freitag mitnehmen. Da muss Steffen nach Magdeburg in die Augenklinik und das dauert erfahrungsgemäß ein bisschen länger und um die Wartezeit zu überbrücken, werde ich dann die Blüten nähen.

Da Ihr Euch an die anderen Blöcke nicht mehr erinnern könnt - was ich gut verstehen kann - habe ich mal alle bisherigen acht Blöcke zusammen ausgelegt. So werden sie allerdings nicht zusammengenäth, aber ich finde, man kann schon sehr schön erkennen, in welche Richtung es geht.
Wenn ich mir so das Foto ansehe, weiß ich auch wieder, was mich an dem Projekt fasziniert hat: Zum einen natürlich, dass es ein Garten ist und zum anderen die schönen, zwarten Farben der Stoffe. Es sind eigentlich alles falsche Unis, aber langweilig wirken sie nicht.

Morgen ist ein Tag, an dem ich nur abends meinen Massagetermin habe, also könnte ich - sofern nichts dazwischen kommt - den ganzen Tag nähen (und dann brauche ich abends die Massage umso mehr. 😉).

Sonntag, 12. November 2017

Die Macht der letzten Tüte

Ach nein, es ist ja die Macht der vorletzten Tüte... ;-) Gestern kam von meinem Bom vom Fatquartershop schon die vorletzte Lieferung. Genäht hatte ich bisher nur die ersten beiden Lieferungen. Die, die dann kamen, habe ich zunächst großzügig in meinem Nähbereich verteilt, irgendwann habe ich sie dann mal alle zusammen an eine Stelle getan. Als gestern dann die vorletzte Lieferung kam, bin ich mal auf die Suche nach den weiteren Tüten gegangen und so kam mir die Idee, meine kommende Urlaubswoche sinnvoll zu nutzen und an diesem schönen Projekt mal wieder ein bisschen weiter zu nähen.
Als ich gestern so mein Buch durchgeblättert hatte, war ich über manche Blöcke seeehr erstaunt und felsenfest der Meinung, dass ich diese Lieferung noch nicht bekommen hätte, so unbekannt kamen mir die Blöcke vor. Ohje, so schlimm steht es um mich. ;-) So kann es nicht weitergehen. Also habe ich heute zwischen zwei Taxifahrten nach Blankenburg und Saubermachen usw., usf. die Stoffe von der dritten Lieferung zugeschnitten.
Die Stoffe sind immer so wunderschön sortiert, einfach ein Traum. Und die Zuschnitte sind unheimlich reichlich. Es ist zwar immer wieder eine unheimliche Schneidarbeit, aber das Nähen der Blöcke geht eigentlich relativ fix. Un diese beiden Blöcke habe ich heute genäht:
Leider sehe ich erst auf dem Foto, dass bei dem unteren Block ziemlich viele gleiche Blätter aneinander stoßen. Nun ja, nicht schön, aber es lässt sich nun leider nicht mehr ändern. :-(
Die nächste Tüte für morgen habe ich schon parat gelegt. Ich bin fest entschlossen mit diesem Bom weiter zu kommen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Abwechslungsreichtes Oktoberwetter

Wir in Sachsen-Anhalt haben ja am 31.10. immer Feiertag, unheimlich habe ich mich in den letzten Tagen auf den freien Tag gefreut und mir gedanklich irgendwie ganz viel vorgenommen. In die Tag umgesetzt habe ich davon nicht, mit Ausnahme des Oktoberwetters, das habe ich heute gleich genäht.
Im Gegensatz zum Septemberwetter war das Oktoberwetter durchwachsen und von den Temperaturen her mal so und mal so. Wir hatten einstellige Temperaturen, aber auch schön warme Tage, gleich vier Tage hintereinander mit 17 Grad. Zum Monatsende hin wurde es dann wieder einstellig. Ich bin gespannt, wie der November wird, vielleicht bekommen wir ja schon ein paar frostige Tage?! Meinem Wetterquilt würde es gut tun.
Ich habe meinen Streifen dann auch gleich wieder an die anderen genäht und ich finde, es sieht so richtig schön aus. Allerdings muss ich wieder sagen, ein bisschen weiß und blau würde dem Quilt gut tun. ;-)

Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Anfang

Nachdem mein Top am Freitag fertig geworden ist, konnte ich es nicht länger hängen lassen und nur darauf gucken. Also habe ich Freitag mein Top noch geheftet. Katharina hatte den passenden Hinweis für ein Quiltmuster gegeben ("Wellen im freien Bereich oder streng Karo wie eine Kladde"). Streng Karo, ja, das ist es !

Also habe ich mir gestern dann Linien auf mein Top aufgezeichnet und mit dem Quilten begonnen. Ich habe mich für schräge Linien entschieden, damit es nicht ganz so streng und geometrisch aussieht.
Ich musste erst wieder ein wenig in das Quilten reinfinden, aber dann ging es wirklich gut und flott von der Hand.
Gestern habe ich ein wenig weiter gequiltet. Damit ich nicht so oft im Quiltrahmen umspannen muss, habe ich mal wieder den ganz großen Quiltrahmen vom Schrank geholt:
 
Ach ja, ich finde, das passt und sieht gut aus. Mal sehen, wie lange ich für das Quilten brauchen werde, das geht mir ja nicht so schnell und gut von der Hand. ;-) Jetzt möchte ich natürlich schon, dass mein Quilt bald fertig ist und dann an der Wand hängt.

Freitag, 27. Oktober 2017

Rund und stimmig

Vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem - damals noch halbfertigen - Top. Eine Weile hing das Top am Schrank und oft fiel mein Blick darauf, allerdings fand ich das Top noch nicht so richtig rund und stimmig, es fehlte mir irgend etwas. Lange habe ich überlegt, ob ich noch weitere Motive appliziere oder es so belasse, aber mein Herz sagte mir, es fehlt noch etwas.

Also habe ich mir einen schmalen Streifen geschnitten, der über die gesamte Länge des Quilts reichte. Auf diesem habe ich die Motive untereinander appliziert. Angefangen habe ich mit der Pflaume. Die wollte gern Katharina haben.
Die Pflaumen sind aus zwei verschiednen lila Stoffe appliziert. Als nächstes kam eine Kornblume zu meinem Quilt dazu. Kornblumen finde ich wunderschön, besonders in Kombination mit Mohn. In meinem Quilt findet sich eine Kornblume allerdings als Einzelblume.
Die gefiederten Blütenblätter "bereiteten" mir ein bisschen Kopfzerbrechen, aber ich denke, so habe ich eine ganz gute Lösung gefunden. Die Blütenblätter habe ich aus Wollfilz appliziert, zum einen, weil der die passende Farbe hatte und zum anderen franst der nicht so aus wie die Flanellstoffe.

Über der Kornblume fliegt eine Holzbiene. Vor einiger Zeit hatte ich in unserer Tageszeitung ein Foto einer Holzbiene auf einer Mohnblume gesehen, bis dahin wusste ich gar nicht, dass es Holzbienen gibt. Ich fand die schwarze Biene so faszinierend, dass ich die mit in meinem Skizzenbuch aufgenommen habe.
Als nächstes habe ich mich dann endlich an meine Rose gewagt. Die wollte ich ja unbedingt mit in mein Skizzenbuch aufnehmen, habe mich aber ein bisschen vor der Applikation gescheut, weil ich nicht so recht wusste, wie ich die Rose darstellen sollte. Im Vorfeld hatte ich die Teile ausgeschnitten und auf meinen Stoff gelegt:
Ein kleines bisschen ist die Anordnung eine andere, aber ich denke, man kann sehen, dass es eine Rose sein. soll. Beim Besticken meines Blocks habe ich bei der Rose begonnen und dabei das erste Mal die Tageslichtlupenlampe getestet. Damit kann ich ganz gut sticken, allerdings ist es wirklich blöd, beim Vorzeichnen durch die Lupe zu gucken. Als ich mit Sticken fertig war und meinen Schriftzug angesehen habe, habe ich festgestellt, dass der eigentlich viel zu klein und winzig geworden ist.

Wie ich den freien Raum zwischen der Rose und der Kornblume füllen sollte, ließ mich doch ein wenig grübeln. Letztendlich habe ich mich zunächst für Mais entschieden. Als wir damals in Ungarn im Urlaub war, gab es am Strand gekochten Mais zu kaufen, für uns war das natürlich eine Besonderheit. Als Steffen und ich mit Johannes 2002 an der Müritz im Urlaub waren, haben wir uns von einem Feld ein paar Maiskolben mitgenommen und diese gekocht.  Und Johannes liebt Mais über alles.

Blieb dann noch der freie Raum über dem Mais. Lange habe ich überlegt, Klee und Mohn standen noch zur Debatte, aber ich fand, es müsste noch ein Tier sein. Mmh, aber welches Tier.

Ich habe mich dann für einen Uhu entschieden. Als die Jungs klein waren, sind wir oft mit ihnen in's Christianental zum "Uhus gucken" gefahren. Also Uhus gucken wollte ich dann eher, ich könnte stundenlang vor der Voliere stehen und den Uhus zugucken. Diese Tiere finde ich faszinierend. Also kam noch ein Uhu dazu.
Naja, der Blick ist mir nicht ganz so gut gelungen, er guckt ein bisschen skeptisch und nicht so stolz und erhaben wie Uhus sonst gucken Aber vielleicht muss er sich erst daran gewöhnen, in einem Quilt verewigt zu sein. Nachdem auch er appliziert war, kam so eine inndere Zufriedenheit bei mir auf, nun war das Top für mich stimmig. Also habe ich meinen Block bestickt und dann konnte ich mein Top zusammensetzen.
Der Originalquilt hat, meiner Meinung nach, einen Rand aus einem japanischen Stoff. Ich hatte auch in meiner Kiste mit den Japanstoffen geguckt, aber so richtig fand ich keinen Stoff zu meinem Top passend. Katharina meinte, dass ein grüner Rand gut aussehen würde. Ich habe dann noch einen Rest grünen Stoff von meinem Blütenzauber gefunden. Daraus habe ich einen schmalen grünen Rand genäht, der dann von einem etwas breiteren grauen Rand eingefasst wird:

Ja, so gefällt mir mein Top sehr, sehr, sehr gut und ich bin sehr zufrieden. Ich bin froh, dass ich mich doch entschieden habe, noch weitere Motive, insbesondere die Rose, zu applizieren. Hätte ich es nicht getan, hätte ich immer wieder das Gefühl gehabt, dass mein Quilt nicht komplett ist, dass etwas fehlt. Und wenn ich so ein Gefühl habe, kann ich mich mit dem Quilt nicht anfreunden. Ich habe mein Top jetzt einmal mit der Ovi umnäht, damit der Rand beim Quilten (von Hand) nicht so ausfranst. Ich quilte nicht wirklich oft mit der Hand und so wird das wohl ein längeres Vorhaben werden. Aber: So kann ich noch ein wenig länger Zeit mit meinem Quilt verbringen. :-)