Montag, 15. Januar 2018

Quilts aufhängen

Sicher kennt ihr alle auch das Problem, einen Quilt aufzuhängen. Bisher hatte ich es immer so gemacht, dass wir Haken in die Wand geschraubt haben und meine Quilts auf Rundstangen gehängt haben. Das ist keine schlechte Variante, allerdings ist es dann immer wieder so, dass ich erst überlegen muss, ob ich nun einen Quilt tausche und wo ein neuer Quilt Platz finden könnte. Quilts immer in der gleichen Größe zu nähen, damit die vorhandenen Stangen und Löcher genutzt werden können, ist ja auch rigendwie... ...blöd.

Schon oft habe ich nach einer anderen Lösung gesucht. Was nur bedingt funktioniert, ist, in den Quilt Ösen zu machen und ihn an Nägeln aufzuhängen. Damit habe ich mir nämlich mal einen Quilt versaut.Irgendwo im Netz hatte ich mal gelesen, dass jemand seine Quilts an Galerieschienen aufhängt. Allerdings habe ich erstens den Beitrag nicht wiedergefunden und zweitens konnte ich mir das immer nicht vorstellen (deswegen folgt hier nun ein ellenlanger Beitrag dazu).

Als ich kürzlich einen Amazon-Gutschein geschenkt bekommen habe, habe ich lange überlegt, was ich mir davon kaufen sollte und irgendwann fielen mir die Galerieschienen wieder ein. Nachdem mein Plan einmal gefasst war, wofür ich meinen Gutschein einsetzen wollte, habe ich ihn ganz fix in die Tat umgesetzt. Das Anbringen der Schienen war eigentlich ein Klacks, in dem Set, welches ich gekauft hatte, war wirklich alles dabei: Dübel, Schrauben, Schraubenzieher, Seile, Haken usw., usf.

Nachdem die Schienen dann angebracht waren, stand nur noch das Problem zur Debatte, wie ich nun meine Quilts dort aufhängen könnte. Für die kleineren Quilts habe ich im Baumarkt Rechteckleisten aus Holz in 3 mm Dicke gekauft, die passen perfekt in die kleinen Haken. Die Haken werden auf Perlonseile geschraubt und durch das Lösen der Schraube kann man sie in der Höhe ganz einfach verstellen. Schraube lösen, Haken hoch oder runter schieben, Schraube wieder festziehen, alles ok.
Allerdings gibt es diese Holzleisten, wenn sie länger sind, nur noch ab 5 mm Dicke aufwärts, die passen leider nicht in die Bilderhaken. Meine Idee war, eine Metallschiene mitzunehmen. Steffen hatte eine bessere Idee: Er meinte, wir könnten in die Rundholzstäbe einfach einen kleinen Haken eindrehen und diesen dann in die Bilderhaken einhängen. Ich war davon nicht wirklich überzeugt, aber wir haben es probiert:
Auch das hat also funktioniert und so kann ich nun meine Quilts nach Herzenslust umhängen und verändern, ohne dass unsere Nachbarn jedes Mal hören, wenn wir bohren. ;-)
 
 
Die Galerieschienen haben wir fast direkt unter der Decke angebracht, so haben wir die größtmöglichen Variationen zum Aufhängen der Quilts. Knapp 6 Meter Schienen haben wir noch, die werden wir demnächst auch noch anbringen, damit auch die weiteren Quilts richtig aufgehängt werden können.

Samstag, 13. Januar 2018

Mein eigener Block für mich

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen letzten beiden Posts. Ja, die Blöcke sind wirklich alle sehr schön und es war eine wahre Freude, das Paket zu öffnen. Logisch, dass ich dieses tolle Projekt nicht einfach weglegen konnte, das MUSSTE sofort fertig werden. Also habe ich mir den letzten unbestickten Meeresblock genommen und meinen eigenen Block für mich gestickt.

Ein Block aus dem oberen Bereich des Meeres war noch frei. Uschy hatte mir in das Begleitheft geschrieben, dass sie sich immer daran erinnern musste, dass sie ja im oberen Bereich vom Meer stickt. An ihre Worte musste ich beim Sticken sehr oft denken, denn unten im Meer wachsen ja viele Pflanzen und Korallen, da kann man doch irgendwie einfacher eine Szene gestalten. Aber oben im Meer??? Gar nicht so einfach.

Angefangen habe ich erst einmal mit einem Federstich an der linken Seite, allerdings auch nicht zu viel, da ich ja oben im Meer bin. Meide Idee war, irgendwie die Bewegung und das Schimmern vom Wasser darzustellen. Dazu habe ich dann auch einige Fäden aufgestickt. Zwei Fische schwimmen auch im Meer herum, einer ist aus Angelina-Fasern, den anderen habe ich aus Wollfilz geschnitten. Den Wollfilz habe ich ja verwendet, als ich meinen Skizzenbuch-Quilt genäht habe, als ich die Kiste mit den Flanell- und Wollfilzstoffen gestern aufgemacht habe, ist mir richtiggehend mein Herz aufgegangen und ich musste gleich wieder an die schöne Zeit denken, als ich meine Blöcke appliziert habe.
Ich habe natürlich auch noch eine ganze Menge Detailbilder:
 

 


Und wenn nun mein Block schon fertig ist, kann ich die Teile doch wohl auch gleich zusammennähen. Davor hatte ich ein wenig Bedenken, denn die Blöcke sind ja aufwändig bestickt und ich wusste nicht, ob das mit dem Zusammennähen auch klappt. Letztendlich ging es aber doch ganz gut, ich muss am Ende nur sehen, dass ich meine Bleistiftstriche, mit denen ich die Grenze meiner Blöcke markiert hatte, wieder wegbekomme.
Und so sieht mein Top bisher aus. Nachher werde ich es mit Vlies und Rückseite doppeln und dannmal gucken, wie ich es quilte. Zunächst werde ich die Blöcke nur in der Naht quilten und dann mal sehen, ob ich noch weiter quilten muss. Eigentlich wirken die Blöcke schon für sich allein und viel quilten müsste ich vom Ausehen her gar nicht mehr. Katharina schrieb, ich könnte den Quilt knoten. Das habe ich noch gar nicht gemacht, ist aber eine Überlegung... Mmh?!?!

Montag, 8. Januar 2018

Stick mich glücklich

Vielen Dank für Eure Kommentare zu meinem letzten Post. Versprochen hatte ich ja, meine Blöcke "morgen" zu zeigen. Aus dem Morgen ist nun allerdings Montag und drei Tage später geworden. Naja, das reale Leben macht manchmal unheimlich müde: Freitag haben wir zum Beispiel endlich die Galeriescheine zum Aufhängen der Quilts angebracht, Sonnabend und Sonntag war ich den ganzen Tag zu den Futsal-Kreismeisterschaften unterwegs. Abends schwirrte mir dann der Kopf und es ging gar nichts mehr. :-(

Heute ist nun aber morgen und ich zeige endlich die Blöcke, die ich bekommen habe.

Als erstes hat Heidi für mich gestickt. Sie hat sich für einen Block aus dem mittleren Teil meines Meeres entschieden. In ihrem Block schwimmen zwei Quallen, unten im Meer hat sich eine Feuerqualle versteckt.
Als nächstes hat dann Grit für mich gestickt. Auch Grit hat einen der mittleren Blöcke für mich bestickt.
Auch in Grits Teil meines Meeres schwimmt eine Qualle, sie scheint aber zu einer anderen Gattung zu gehören, als die in Heidis Meer. ;-) Und Clownfische dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Als nächstes war dann Uschy an der Reihe. Sie hat sich für einen Block aus dem oberen Teil des Meeres entscheiden und sehr leicht und luftig gestickt. Es ist natürlich einfacher, den unteren oder mittleren Teil des Meeres darzustellen. Aber ich finde, Uschy hat es ganz zauberhaft gemacht.
Monika, die als nächstes an der Reihe war, hat sich als erste für einen Block aus dem unteren Teil entschieden. Sie hat mir eine Perlenmuschel gestickt und schreibt dazu, dass "jedes der kleinen Kügelchen soll Dir dazu verhelfen, dass einer Deiner Wünsche erfüllt wird". Oh ja, das ist ein schöner Wunsch. Und so sieht der Block nun aus.
Die letzte in unserer Runde, die für mich gestickt hat, war Brigitte. Auch sie hat einen Block aus dem unteren Meeresbereich genommen. Auch bei ihr schwimmt eine Qualle, die ihre zarten, glitzernden Tentakel im Wasser schwimmen lässt. Die Tentakel "sollen Gesundheit, Glück, Erfolg, Gelassenheit Frohsinn verbreiten".
Im Block findet sich sogar eine kleine Flaschenpost.

Ich selbst sticke für mich nun den oberen Block. Ich hoffe natürlich, dass ich genauso einen schönen Block sticken kann, wie meine fünf Mitstickerinnen. Angefangen habe ich schon. Vielleicht finde ich jetzt noch ein bisschen Muse, weiter zu sticken (nebenbei läuft das "Traumhotel Marokko" - ach, wie habe ich die Filme um Weihnachten herum vermisst...).

Donnerstag, 4. Januar 2018

Stick dich glücklich... :-)

Irgendwann im Frühsommer wurde ich auf Facebook zur Gruppe "Die Sticklieseln" hinzugefügt und schon gleich kam die Anfrge, ob ich Lust hätte, an einen Crazy-Stick-Round-Robin teilzunehmen. Sticken kann ich ja noch nicht lange, gelernt habe ich es erst, weil ich unbedingt DIESEN Quilt nähen wollte. Crazy Sticken habe ich noch nie gemacht, bewundert habe ich es schon oft, aber selbst machen... Ich weiß nicht. Aber gut, wenn ich es nicht versuche, weiß ich nicht, ob es mir liegt. Also habe ich mich zu dem RR angemeldet.

Mein Thema war dann doch recht schnell gefunden: "Unter dem Meer". Meine Blöcke sollten das Meer von oben nach unten darstellen, daher gab es für meine Blöcke auch eine feste Anordnung.

Was genau drin sein sollte, wusste ich nicht, ich wusste nur, dass mein Meer "freundlich" sein sollte. Bei der Dieskussion im Vorfeld wurde geschrieben, dass zum Beispiel ein Spinnennetz ein gängiges Motiv bei Crazy-Blöcken ist und oft verwendet wird. Nein, so etwas wollte ich nicht haben, ich wollte auch keine Monster oder so haben. Es sollte ein schönes, freundliches, sauberes Meer werden. So hatte ich es auch in mein Büchlein für die Mitstickerinnen geschrieben.

So, wie andere für mich gestickt haben, habe ich natürlich auch für andere gestickt.

Die ersten Blöcke waren die von Brigitte. Sie hatte sich für Monatsblöcke entschieden. Sie waren recht bunt passend zur jeweiligen Monat und eingestickt war der Monatsname. Zur Auswahl standen für mich Juni, Februar, August und November. Letztendlich habe ich mich für den Juni entschieden, das war meiner Meinung nach der ruhigste Block. Ich muss aber zugeben, mich verließ schon vor dem ersten Block der Mut. Die Stoffe waren so bunt und ich wusste nich so wirklich, wie und was ich sticken sollte. Aber ich habe dann angefangen und - wie ich finde - einen schönen Juni-Block gestickt.
Als Erinnerung habe ich eine passende AMC genäht.
Der nächste Block, den ich besticken durfte, war der von Monika. Sie hatte farbige Blöcke auf Reisen geschickt. Das war dann eine Aufgabe, die mir eher lag. ;-) Ich habe mich - Katharina hat es gefreut - für den pinken Block entschieden. Und diesen Block habe ich dann auf Reisen weiter geschickt:
Diese Aufgabe fiel mir leichter, da ich da einfach so sticken konnte, ohne, dass es etwas darstellen sollte. Bei Brigittes Block fand ich, es sollte etwas darstellen und zum Monat passen. Auch Monika hat eine AMC bekommen.
Genäht habe ich die Karte aus handgefärbten Stoffen, die Nähte sind mit Zierstichen der Nähmaschine bestickt.

Der nächste Block gehörte  zum Quilt von Uschy. Uschy hatte sich für eine Strandszene mit Strand, Meer und Himmel entschieden. Da konnte ich nicht anders und MUSSTE mich einfach, in Anlehnung an mein Thema, für das Meer entscheiden.
Wieder ein Thema, welches mir lag. Ein bisschen stolz bin ich auf die Schatztruhe, die habe ich mir selbst vorgezeichnet und finde, man kann sie sogar erkennen. Für die Qualle im oberen Bereich habe ich Angelina-Fasern geschmolzen und daraus den Körper der Qualle gearbeitet.

Auch Uschy bekam eine AMC, passend zu ihrem Thema, mit dazu.
Die vierte in meiner Stickrunde war Grit. Sie hatte sich für das Thema "Grüne Wildnis" entschieden. Das war wieder ein Thema, zu dem ich von Beginn an eine recht genaue Vorstellung von dem hatte, was ich sticken wollte: Ein Eulenbaum. Sicher hat mir die genaue Vorstellung es doch recht schwer gemacht, in meiner Phantasie da der Baum und Block irgendwie viel schöner aus, als in natura. Grit hatte sich gewünscht, dass wir etwas von uns mit in ihren Block einarbeiten. Ich hatte mich dafür für ein Webband entschieden. Und das ist mein Eulenbaum für Grits Grüne Wildnis:

Auch für Grit habe ich eine passende Karte genäht und mit einem Stück des Webbandes, Spitze, Knöpfen und allerlei Grünem verziert.















Der letzte Block in unserer Runde war der von Heidi. Sie hatte sich für das Thema Gute alte Zeit entschieden und wollte gern, wenn wir alte Sachen haben, dass wir die mit verwenden. Gestickt werden sollte in hellen Tönen. Alte Sachen hatte ich, bis auf Knöpfe, leider nicht, da ich ja erst mit dem Crazy-Sticken begonnen hatte. Ich denke aber, trotz allem, ist auch der Block für Heide schön geworden.
Auf der Suche nach etwas Altem war ich in Wernigerode in einem A&V und habe dort ein paar Deckchen entdeckt. Aus einem der Deckchen habe ich für Heidi dann die AMC genäht (und nun muss ich erst einmal das Foto suchen, ich hoffe, die habe die Karte fotografiert...).

Ich kann sagen, dass mir die Runde sehr viel Spaß gemacht hat, ich habe mich neuen Herausforderungen gestellt und wieder viel dazu gelernt. Die Blöcke, die ich bekommen habe, zeige ich morgen, sonst wird der Post zu lang. Und außerdem muss ich sie noch ganz oft anschauen und mich über die Kunstwerke meiner Mitstickerinnen freuen. Dann zeige ich auch meine Blöcke für die neue Runde. ;-)

Montag, 1. Januar 2018

Mein Skizzenbuch-Quilt

Zunächst einmal wünsche ich Euch allen ein gesundes neues Jahr und hoffe auf ein weiteres Jahr regen Austausch mit Euch.
 

Klaudia hat ja auf ihrem Blog zum Ufo-Abbau 2018 aufgerufen. Erst hatte ich überlegt, ob ich mich dem anschließen soll, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Es ist leider auch in diesem Jahr noch so, dass ich der Fahrer in unserer Familie sein werde und daher meine Zeit an der Nähmaschine arg begrenzt sein wird. Mein Plan für dieses Jahr ist es, aus meinem Blütenzauber mit Herz einen Quilt zu machen und auch meinen Bom vom Fatquartershop vom letzten oder vorletzten Jahr zu beenden. Bei zwei Monatsprojekten habe ich mich angemeldet, da ist auch mein Plan, dort auf Reihe zu bleiben. Ich denke, das ist erst einmal genug.
 
Bereits am Sonnabend habe ich an meinem Skizzenbuch-Quilt das Binding und den Tunnel angenäht. Ich hatte ja zunächst gedacht, ich bin fertig mit Quilten, beim Zurechnschneiden des Quilts ist mir dann aber aufgefallen, dass ich ein kleines Stück vergessen hatte.
 
Auf der Rückseite kann man das Quilting ganz gut erkennen. Hin und Wieder bin ich mit meinen Quiltlinien ein wenig vom gewählten Maß abgekommen, aber das fällt bestimmt nur mir auf und darüber will ich mal ganz großzügig hinwegsehen.
Beim Annähen des Bindings ist mir dann noch aufgefallen, dass ich an zwei Stellen die Overlocknaht, die ich gemacht habe, um das Ausfransen beim Quilten zu verhindern, beim Annähen nicht ganz getroffen habe und sie zu sehen ist. Erst hatte ich überlegt, die Stiche aufzutrennen, aber ich lasse es nun so, wie es ist, denn bei meinem Talent mache ich noch den Quilt kaputt.

Einen schönen Platz hat mein Quilt auch schon bekommen. Zu Weihnachten - naja, schon ein bisschen früher, aber als Weihnachtsgeschenk - haben wir neue Möbel bekommen. Zwischen den Regalen war Platz für meinen Quilt und ich finde, es kommt dort sehr gut zur Geltung.


 
Ach, ich mag meinen Quilt und bin unheimlich stolz darauf, dass ich ihn so fertig genäht habe. Letztendlich bin ich sehr froh, dass ich mir nicht den Bom bestellt habe, sondern meinen eigenen Skizzenbuch-Quilt genäht habe, denn so enthält der Quilt meine Erinnerungen und ist für mich etwas ganz Besonderes!

Das Dezemberwetter

Letzter Tag des Monats, letzter Tag des Jahres - das bedeutet, ich habe zum einen mein Dezemberwetter genäht und natürlich auch gleich das Quilttop zusammengesetzt. Das musste heute einfach sein.
Ein bisschen chaotisch sieht es dann ja immer auf meinem Zuschneidetisch aus. 😉Ein bisschen Wehmut war dabei, als ich heute mein Wetter genäht habe, ich habe dabei noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Es gab schon weitaus bessere Jahr bei uns. Naja, wird schon irgendwie wieder werden.
Auch im Dezember war das Wetter nicht so richtig spektakulär, aber es gab doch schon drei Tage mit Temperaturen unter Null Grad. Um Weihnachten setzte dann wieder das übliche Weihnachtstauwetter ein und gipfelte heute in satten 9 Grad. Hey, du da vom Wetter: Wir haben Winter!!!

So sah mein Top aus und dann habe ich mich heimlich still und leise Majas Silvesternähaktion angeschlossen und mein Wetterquilt 2017 gequiltet. Ich habe ihn ganz schlicht gequiltet.
Morgen Heute werde ich dann einen schönen Platz für meinen Quilt suchen und auch von meinem fertig gequilteten Skizzenbuch-Quilt berichten. Der ist nämlich seit gestern auch fertig. 😊

Samstag, 30. Dezember 2017

Stich für Stich

Ende Oktober habe ich angefangen, meinen Skizzenbuchquilt zu quilten. (Das hatte ich nicht mehr im Kopf, ich habe eben nachgesehen. 😉). Zu Beginn kam ich ganz gut voran, aber dann fehlte abends die Kraft, um nach der Arbeit noch etwas zu tun. An manchen Abenden bin ich gegen acht, halb neun in's Bett gegangen, da bleibt dann für's Quilten keine Zeit mehr. Eine Weile stand der Quilt dann mit Quiltständer im Wohnzimmer, als Steffen mit den Kindern den Weihnachtsbaum aufgestellt hatte, musste der halbfertige Quilt weichen.
Wie dieser halbfertige Quilt so am Schrank hing, überfiel mich... ...ja, was es war, kann ich gar nicht genau in Worte fassen. Auf jeden Fall wollte ich den Quilt fertig haben und habe ernsthaft - nein nicht wirklich ernsthaft - überlegt, ob ich den Rest mit der Maschine fertig quilten sollte. Aber Katharina meinte, ich soll ihn in ruhigen Zeiten zur Entspannung quilten, im neuen Jahr.

Gut, sie hat ja eigentlich Recht. Maschinenquilten passte nicht dazu. Und da wir Weihnachten ganz ruhig verbracht haben, habe ich in den letzten Tagen in aller Ruhe an meinem Quilt gequiltet.

Manchmal habe ich gedacht, es nimmt überhaupt kein Ende. Aber es hat ein Ende genommen und zwar gestern Abend. Da habe ich dann den letzten Quiltstich gesetzt:
Ich war unheimlich glücklich darüber, zumal ich nicht gedacht hätte, dass ich doch so schnell voran komme, aber es war auch Wehmut mit dabei. Der Quilt hat mich doch eine Weile begleitet, zuerst in Gedanken, als ich den Bom entdeckt hatte, dann bei Stoffe aussuchen, dann beim Applizieren und jetzt beim Quilten.

Ich werde heute dann das Binding und den Tunnel annähen und dann bekommt der Quilt einen schönen Ehrenplatz.

Um die ganzen Erinnerungen festzuhalten, die ich in den Quilt eingearbeitet habe, werde ich dann noch ein Fotobuch dazu erstellen. Zu einem Quilt ein Fotobuch habe ich schon lange nicht mehr erstellt, aber es ist immer wieder schön, die alten Fotobücher in die Hand zu nehmen und darin zu blättern. 😊