Montag, 31. Oktober 2016

Aufgeben?

Vielen, lieben Dank für Eure lieben Kommentare, insbesondere die zu meinem Sternenquilt. Katrin, die Blöcke werden auf Papier genäht, als ich schrieb, ich habe die Schablonen ausgeschnitten, meinte ich natürlich die zu benähenden Teile. Nein, mit Schablonen würde ich solch einen Quilt nie und nimmer nähen.
Gestern und heute habe ich mal wieder an meinem Sternenquilt weitergenäht. Gestern der Stern war total easy, der ging einfach und hat auch ganz viel Spaß gemacht.
Das war wieder ein Stern mit fünf Teilen und da ich dieses Mal bei allen Teilen wirklich nur bis zur Nahtzugabe genäht habe, konnte ich die Teile auch perfekt zusammensetzen. Von der Rückseite kann man auch gut sehen, wie schön der Stern geworden ist.
 
Heute morgen war ich wieder früh wach und habe an den Sternen weitergenäht. Aber ich habe festgestellt, dass es mir nicht gelingt, gut zu nähen, wenn in meinem Kopf Rote Karten, Spielberichte, Anstoßzeiten, Freigaben und, und, und herumgeistern. :-( Ich weiß gar nicht, wie oft ich bei diesem Block getrennt habe. Entweder habe ich den Stoff verkehrt herum angenäht, den falschen Stoff genommen, vom ausreichend großen Stoff zu viel abgeschnitten... Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Die Krönung war es dann jedoch, als ich gesehen habe, dass ein Stoff zu klein war, das habe ich aber nicht gesehen, sondern erst, als ich den Stern (!) zusammennähen wollte.
Super, Teil 2 ist zu kurz. Da ich nun aber keine Lust hatte, fast den gesamten Block noch einmal aufzutrennen, habe ich hier ein wenig gemogelt. Ich habe nur soweit aufgetrennt, dass ich an das grüne Teil vorn ein kleines Teil annähen konnte. Nicht schön, aber die einfachste Variante.


 Als ob es nicht gereicht hat, dass ich bei den einzelnen Sektionen so viel trennen musste, habe ich die einzelnen Teile auch noch mit einer zu knappen Nahtzugabe zusammen genäht. Also auch hier wieder trennen.
Stern Nummer fünf ist nach vielen Katastrophen doch noch fertig geworden. Einen weiteren kleinen Stern habe ich heute Nachmittag noch genäht. Das war wieder einer, der aus fünf Teilen zusammengesetzt wird. Da ich von den vorigen Sternen noch einige Reste über hatte, habe ich diese verwendet, mein Stern ist also von der Farbgebung her anders als im Originalquilt.


Leider war weder in der Zeitung noch in meiner Fertigpackung angegeben, wie die Stoffe am sparsamsten zugeschnitten werden können. Ich habe ja mit den Sternen begonnen und immer ausgemessen, wie breit mein Streifen ungefähr sein muss. Tja, aber trotzdem ich so sorgfältig gearbeitet habe, ist von Stoff "L" leider nicht mehr genug vorhanden. Der hätte eigentlich auch in den Schweif gehört, aber dafür reicht er beim besten Willen nicht mehr. Also heißt es nun improvisieren. Und wenn ich schon einmal dabei bin, kann ich auch gleich das Format des Quilts ändern. Der Originalquilt ist ja im Hochformat und ist ca. 130 mal 170 cm. Dafür habe ich aber gar keinen Platz mehr an der Wand und so habe ich entschieden, den Quilt quadratisch zu machen, so dass er dann über unserem Bett hängen kann, abwechselnd mit meinem Wunschgarten

Ich werde nicht alle Schweife nähen, sondern ein paar weniger, mit dem ersten habe ich heute angefangen. Ich denke, ich kann sagen, dass ich im Nähen auf Papier doch schon einige Übung habe, aber das hat beim besten Willen keinen Spaß gemacht: Trennen bei so gut wie jedem Teil. Ich war wirklich versucht, das ganze in die Kiste zu legen und nach ganz weit hinten zu verbannen... 

Nunja, das eine Teil habe ich heute fertig genäht. In der kommenden Woche muss ich bis fünf arbeiten, da komme ich sowieso nicht zum nähen, da habe ich also genug Zeit, darüber nachzudenken, was ich mit dem angefangenen Quilt mache.

Das sind meine bisherigen "Blöcke", das Foto ist nicht so richtig schön, da es ein Handyfoto ist. Schön sehen die Blöcke ja aus, aber irgendwie hat das Nähen heute keinen Spaß gemacht. :-(

Sonntag, 30. Oktober 2016

Die geschenkte Stunde...

...war heute sozusagen Schuld, dass ich schon viertel fünf wach war. Ich habe ja dann noch versucht, ein wenig weiter zu schlafen, aber wenn aus dem Nebenbett Geräusche kommen, die an ein Walross oder Ähnliches erinnern, fängt mein Herz vor was auch immer, kräftig an zu pochen und an Schlaf ist dann erst recht nicht mehr zu denken. Also bin ich aufgestanden, denn der frühe Vogel fängt den Wurm (ok, eigentlich kann er mich mal, aber was soll's, blöde innere Uhr).

Als ich dann meine Cappuccino gemacht habe, fiel mein Blick auf die Ente, die es morgen geben soll und ich hatte die Wahl zwischen versuchen, in den Kühlschrank zu quetschen oder schon zubereiten. Ich habe mich dann für Letzteres entschieden

und so brutzelt meine Ente seit fünf Uhr fröhlich im Ofen vor sich hin.
Ich habe für die Ente wieder das Rezept von Valomea genommen. Das ist total lecker und ich freue mich schon irre auf Montag. *Zwischenbericht: Johannes ist auch wach, Ente ist gewendet, Sud ist total lecker, ich freue mich noch mehr auf Montag*

Ich wollte mir gern noch einen Blätterkranz machen, die Sachen dafür hatte schon vor einger ganzen Weile besorgt, aber wie das im Moment mit meiner Zeit leider so ist, bin ich nicht dazu gekommen. Damit der Kranz nun aber noch rechtzeitig vor Weihnachten fertig wird, habe ich in den letzten Tagen daran gearbeitet. Ein großer Aufwand ist es nicht wirklich, aber man braucht doch ein wenig Zeit dafür.

Dieses Mal habe ich den Kranz nur in Grün gearbeitet, so kann er theoretisch das ganze Jahr hängen bleiben, immer mit einer anderen Deko. Verwendet habe ich dafür grüne Stoffaboquadrate. Schon eine ganze Weile habe ich überlegt, ob ich beim Handarbeitshaus mal wieder ein Stoffabo abschließen sollte. Noch habe ich mich nicht dazu entschieden, denn die Aboquadrate wollen ja auch verarbeitet werden. Ich hatte jedoch den letzten Mysterie von Handarbeitshaus begonnen und da waren Stoffaboquadrate dabei. Die grünen habe ich nun alle für meinen Kranz zweckentfremdet.

Die Quadrate habe ich zweimal zum Dreieck gefaltet, gebügelt und dann unten eine kleine Falte reingenäht. Dann habe ich die Blätter mit Heißkleber auf meinen Kranz geklebt, mir dabei natürlich wieder ganz oft die Finger verbrannt, aber letztendlich ist mein Kranz fertig geworden und hängt nun erst einmal ohne Deko bei uns im Wohnzimmer:
 
Für die Schleife und das Band zum Aufhängen habe ich Webband von der Bandweberei Kafka verwendet. Das sind ganz tolle Bänder und ich hüte sie, wie einen Schatz!
Einen kleinen Fehler habe ich allerdings gemacht: Ich hätte die Blätter von der Mitte jeweils nach unten verlaufen lassen müssen, das würde besser aussehen. Naja, vielleicht beim nächsten Kranz. ;-)
Nun werde ich noch ein bisschen weihnachtliche Deko nähen, drei kleine Herzen und zwei Zuckerstangen sind schon genäht und gewendet. Die müssen nur noch befüllt und fertig genäht werden. In einer Zeitung habe ich auch eine Vorlage für einen Elch gefunden, mal schauen, ob mir der auch gelingt.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Das Feuer kommt wieder

Wer meinen Blog schon über einen längeren Zeitraum verfolgt, hat sicher mitbekommen, dass ich schon eine ganze Menge und sehr unterschiedliche Quilts genäht habe. Ich hatte 2014 schon einmal eine Phase, wo mir das Nähen von Quilts nicht so großen Spaß gemacht hat und auch jetzt war es schon seit einer ganzen Weile so, dass mir ein wenig die Lust vergangen ist. Bei vielen Sachen dachte ich, das kenn ich schon, das habe ich schon gemacht. Im Vordergrund standen die Blöcke für meinen Jane-Quilt und in den letzten Wochen Kleidung. So richtig kann ich mich zu etwas anderem auch nicht aufraffen. Bis ich am letzten Wochenende im Zeitungsladen die neue Lena's Patchwork entdeckt habe. Als ich sie gesehen hatte, fiel mir wieder ein, dass ich mir die Zeitung wegen zwei Quilts unbedingt kaufen wollte und es fast vergessen hätte. Dann wäre mir aber ein ganz toller Quilt durch die Lappen gegangen.

Mmh, eigentlich habe ich ja mehr als genug Projekte, die Deckel der verschiedenen Kisten, in denen die schlummern gehen schon nicht mehr zu, aber dieser Quilt reizt mich wirklich sehr. Zuerst habe ich überlegt, den Quilt aus meinem Stoffvorrat zu nähen, aber das Vergrößern der Schablonen hat mich davon abgehalten. Ich habe dann auf der Seite vom Shop nachgesehen und entdeckt, dass es sogar eine Materialpackung mit den Vorlagen in Originalgröße gibt. Steffen hat mich dann bestärkt, mir die Packung zu kaufen (hätte ich da gewusst, dass ich zwei neue Winterreifen für meine Skoda kaufen muss, weil einer irreparabel kaputt ist, hätte ich es nicht gemacht, aber zum Glück wusste ich das Montag früh noch nicht). Eine ganze Nacht habe ich darüber gegrübelt und mir dann am Montag morgen die Packung bestellt. Es ging mit der Lieferung alles ganz fix und schon am Donnerstag waren meine Stoffe da.
Sind das nicht traumhafte Stoffe? Zunächst hieß es dann erst einmal Stoffe sortieren und Schablonen schneiden, eine irgendwie ungeliebte Arbeit bei mir.
Den ersten Stern habe ich gestern Nachmittag angefangen, leider musste ich den dann unterbrechen, da wir zum Geburtstag mussten. Viel lieber wäre ich aber an meiner Nähmaschine geblieben und hätte gern weiter genäht.
Heute morgen war ich dann allein, alle aus meiner Familie waren ausgeflogen und ich habe die Zeit für mich genutzt. Ich habe mich von nichts abhalten lassen und meine Sterne genäht.
Es ging aber nicht alles glatt, ich war so blöd, das gleiche Stück Stoff zweimal verkehrt herum anzunähen. Ich habe es dann so gelassen, denn es ist ein so feiner, zarter Stoff, wo es sehr schwer ist, rechte und linke Seite zu unterscheiden.
Und diese drei Sterne habe ich schon genäht:

Durch den Zuschnitt der Fotos sehen die Sterne nun alle gleich groß aus, aber das sind sie nicht. Der mittlere Stern ist ca. 31 cm im Durchmesser, die beiden anderen Sterne ca. 18 cm. Auf dem folgenden Foto kann man die unterschiedlichen Größen viel besser erkennen.
Die Fotos sind nicht ganz so gut geworden, es sind Handyfotos, aber ein bisschen ist das Funkeln und Glitzern zu erkennen. Und eigentlich zieht es mich gleich schon wieder zu den Sternen und ich überlege schon, wie ich den Quilt quilten (lassen) könnte. Hach, das hatte ich schon lange nicht mehr. ;-)

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Es klappt nicht immer alles...

Habt zunächst vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Leider habe ich im Moment arg wenig Zeit, Blogs zu lesen oder zu kommentieren. Darüber bin ich manchmal ein wenig traurig, aber es ist, wie es ist. Meine Shirts vom Wochenende mag ich sehr gern und habe sie auch schon auf Arbeit angehabt. Am Sonntag habe ich mir dann ein weiteres Shirt genäht. Ich weiß nicht warum ich mich für einen anderen Schnitt entscheiden habe, wahrscheinlich dachte ich, dass es blöd ist, einen Schnitt in x Varianten zu haben. Also habe ich meine Ottobres durchgeblättert und einen Schnitt gefunden, der an der einen Seite eine tolle Raffung hat. Der sollte es also für meinen Pusteblumenstoff sein.

Wo ich da mit meinen Gedanken war, weiß ich nicht, denn als ich meine Teile zusammennähen wollte, habe ich gemerkt, dass ich da Vorderteil nicht richtig im Fadenlauf zugeschnitten habe. Also habe ich das Vorderteil noch einmal zugeschnitten, dieses Mal im richtigen Fadenlauf, aber ich habe die Raffung an der falschen Seite gehabt. Naja, also habe ich mein erstes Vorderteil genommen und mein Shirt zusammengenäht. Als ich es am Sonntag getragen habe, habe ich mich damit auch unheimlich wohl gefühlt.

 
Aber am Montag auf Arbeit hatte ich immer das Gefühl, es zieht am Rücken nach rechts. Ich hätte immerzu zuppeln können. Zu Hause habe ich mir dann das Shirt noch einmal angesehen. Die Raffung an der Seite ist wieder ein wenig aufgegangen. Und das Hinterteil ist total schief. Durch die seitliche Raffung hat das Schnittteil einen Bogen. Der untere Teil muss im Fadenlauf zugeschnitten werden, dadurch ist der obere Teil dann schief.
Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass das Hinterteil total schief ist. Auf dem folgenden Foto kann man es aber noch viel besser erkennen.
Also habe ich mein Shirt an der Seite noch einmal aufgetrennt und die Raffung mittels Gummiband gemacht. Aber wirklich gerade wird das Hinterteil dadurch nicht. Beim Vorderteil ist es besser, denn da habe ich versehentlich die im Schnitt eingezeichnete vordere Mitte als Fadenlauf angesehen. Das Vorderteil ist unten also schief, das stört aber beim Tragen nicht. Naja, durch die Änderung ist es nicht wirklich besser geworden, da ich mich beim Tragen unwohl fühle, werde ich es sowieso nicht anziehen. Da der Stoff aber für die Tonne zu teuer gewesen ist, werde ich daraus irgendetwas anderes nähen, entweder für mich ein Tanktop oder für Katharina etwas. Mal sehen.

Samstag, 15. Oktober 2016

Quilts gehen im Moment nicht

Bei Gesine habe ich ihren tollen Skyline-Quilt bewundert und noch kurzer Bedenkzeit überlegt, dass ich gern solch einen Quilt mit der Skyline von Dresden nähen möchte. Zum einen ist Dresden eine tolle Stadt und zum anderen verbinde ich mit Dresden so schöne Erinnerungen und gerade das letzte Wochenende in Dresden war so wunderschön. Also habe ich mir eine schöne Skyline von Dresden im www gesucht, mir das Buch auf den Kindle geladen, Mistyfuse gekauft, die Skyline vergrößert...
 ...und heute morgen entschieden: Ich lasse es, denn ich habe gerade einen großen Knoten im Kopf und weiß gerade gar nicht, wie ich anfangen soll. Also habe ich meine ganzen Sachen wieder eingepackt und überlegt: Ich nähe Shirts, schließlich wird es Herbst und ich friere ja immer. Und dieses Mal sollten es Shirts mit ganz langem Arm werden. Einen passenden Schnitt habe ich in dem Buch Jersey nähen gefunden. Erst war ich ein wenig skeptisch, weil ich annahm, dass die Schnitte recht einfach gehalten sind und auch bei der Größe war ich skeptisch.
Der Schnittmusterbogen ist recht übersichtlich, mir haben allerdings die Suchnummern am Rand gefehlt. Aber nach einigem Suchen habe ich dann meine Schnittteile gefunden. Das Vorderteil hat ab Größe 42 sogar Brustabnäher. Zum Glück hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal einen ganzen Schnwung Jersey gewaschen, so dass ich heute sozusagen aus dem Vollen schöpfen konnte. Zunächst habe ich Stoffe genommen, die ich mir vor einiger Zeit bei Juliane gekauft habe.

Ich persönlich finde, dass die Brustabnäher ein klein wenig tief sitzen,also habe ich diese beim zweiten Versuch ein klein wenig höher gemacht und ich finde, sie sitzen besser. Auch wenn man das bei den gemusterten Stoffen nicht ganz so gut sehen kann.
Bei dieser Variante sind die Ärmel ein weing kürzer, da ich von dem hellen Stoff nur 50 cm gekauft habe. Jetzt verstehe ich auch Katharina, die seinerzeit sagte, dass 50 cm für Ärmel zu knapp sind. ;-) Leider hat mein Stoff nicht gereicht, um den Rollkragen aus einem Stoff zu nähen. Also musste ich den aus beiden Stoffen zuschneiden und habe ihn dann so angenäht, dass der anders gemusterte Stoff zu sehen ist. Dummerweise habe ich die Rollkragenteile nicht am Bruch, sondern an der Halskante zusammengenäht. Naja, kleine Pannen passieren, tragbar ist das Shirt allemal und ich fühle mich in beiden sauwohl.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Ich und Ebooks - das geht wohl nicht...

Neulich hatte ich meine Tunika an und darüber meine Windjacke. Als ich an einem Schaufenster vorbei gegangen bin, habe ich gesehen, dass das eigentlich total blöd aussieht, da die Tunika für alle meine Jacken viel zu lang ist. Ne, so wollte ich nicht mehr umlaufen. Zunächst hatte ich geguckt und wollte mir eine Jacke kaufen, aber alle, die mir gut gefallen haben, hatten wieder ganz enge Ärmel, ne, das ist mir auch nix... Also habe ich es anders herum angefangen und nach Stoff geguckt: Bei Anne bin ich fündig geworden. Ein toller aubergine-farbiger Softshell lief mir über den Weg. Der sollte es also sein, nun musste ich nur noch den Schnitt finden. Zwei Ebooks standen zur Wahl, zum einen der Schnitt Hamburg, zum anderen der Schnitt Jerika. Letztendlich habe ich mich für Jerika entschieden.

Also hieß es erst einmal wieder schneiden und kleben. Nein, das ist wirklich nichts für mich. Abgezeichnet habe ich den Schnitt heute früh, mein Vorteil, dass ich schon wieder seit 5.15 Uhr wach war.
Zuerst wollte ich die Taschen aus dem bordeaux-farbigem Jersey zuschneiden, der Stoff hat allerdings nicht mehr für das Futter der Kapuze gereicht. Also musste ich mich umentscheiden, zum Glück habe ich vor einiger Zeit Unmengen von dem Vogelsweat gekauft. ;-)
Das Nähen ging sehr gut, ich hatte zunächst ein wenig Befürchtungen, da ich noch nie Softshell verarbeitet hatte. Aber er lässt sich wie normaler Stoff verarbeiten. Sogar Trennen ist möglich und hinterlässt keine Spuren.
Tja, da war ich mit dem Absteppen der Kapuze zu voreilig, die hätte ich erst nach dem Einnähen des Reißverschlusses absteppen müssen. Leider war die Anleitung dazu für mich ein wenig dürftig. Ich habe mal wieder gemerkt, dass ich wohl kein E-Book-Näher bin, ich brauche eine Nähanleitung in Worten, bunte Bilder sind gar nichts für mich.

Glücklicherweise habe ich mein Teil zwischendurch mal anprobiert - und musste dabei feststellen, dass ich im "Größe schätzen" auf ganzer Linie versagt habe:

Mein Gesicht sagt alles. So bekomme ich den Mantel beim besten Willen nicht zu. Früher hätte ich sofort aufgehört und den Mantel nie im Leben fertig gestellt. Heute habe ich es so gemacht, dass ich den Mantel erst einmal komplett fertig genäht habe, die Seitennähte habe ich noch offen gelassen, da habe ich ganz zum Schluss etwas eingesetzt. Zum Glück habe ich reichlich Stoff gehabt, es hatte also sein Gutes, dass der Stoff einen Fehler im Ballen hatte und die Stücken ohne Fehler beide zu klein waren und ich dann den ganzen Rest gekauft hatte.

Dadurch, dass mein Mantel nun ingesamt weiter wurde, mussten auch die Ärmel weiter werden. Das habe ich "frei Schnauze" gemacht, ich musste ein bisschen fummeln, um die Ärmel einzusetzen. Ich habe die ein bisschen eingehalten (ok, ich gebe es zu, ich musste ziemlich viel Ärmelweite verteilen), aber es hat geklappt, die Ärmel waren, bis auf ein winzig kleine, faltenfrei drin und mein Mantel ist fertig:
 

 
Der Mantel ist hinten länger als vorn. Innen habe ich auf den Reißverschluss Webband aufgenäht, damit habe ich auch die Naht der Kapuze überdeckt. Allerdings juckt die Kante vom Webband im Nacken. :-( Sollte ich den Schnitt noch einmal nähen, werde ich die Taschen höher ansetzen, denn sie sind für mich ein wenig tief. Vielleicht können wir in den nächsten Tagen noch einmal ein paar schönere Fotos machen.

Auch wenn mir manches nicht ganz so gut gelungen ist und ich bei diesem Schnitt nicht in die 44 passe, finde ich meinen Mantel gut und freue mich, dass ich es geschafft habe, nach so langer Zeit mal wieder eine Jacke zu nähen. ;-)

Samstag, 8. Oktober 2016

Erfurt

Wir hatten in der vergangenen Woche Urlaub, leider ist heute schon wieder Sonnabend und am Montag hat uns Erwachsene und Katharina der Alltag wieder. Die Jungs haben es gut, sie haben noch eine Woche Ferien und sie freuen sich sehr, dass wir wieder arbeiten müssen, denn so können Sie in der kommenden Woche endlich einmal ausschlafen, was sie in dieser Woche leider nicht konnten - wir aber auch nicht. ;-) Da man im Urlaub aber nicht nur Möbel aufbauen, räumen und aufräumen kann, haben wir am Donnerstag die Chance genutzt und sind nach Erfurt gefahren. Auf Facebook hatte ich die Ankündigung für eine Patchworkausstellung der QuilThuer-Quilter gelesen, die ab 5. Oktober in Erufrt in der Michaeliskirche zu sehen ist. Na, wenn das kein Zufall ist. Von uns nach Erfurt zu fahren, ist nicht gerade angenehm, es geht auf der B4 lang und die ist voll mit LKW, es war ein ziemliches Getuckele, aber letztendlich sind wir ohne größere Staus und nach nur gut zwei Stunden nin Erfurt angekommen. Als erstes haben wir uns die Ausstellung angesehen, schließlich sind wir extra deswegen nach Erfurt gefahren.

Es war eine sehr vielfältige Ausstellung. Gleich am Eingang begrüßte uns der Gartenquilt von Petra, den sie nach einem Muster von Claudia Hasenbach genäht hat.
Daneben hängt ein Inchi-Quilt von Regina Langbein. Ich bin immer wieder fasziniert, was man auf einem Inch alles unterbringen kann. Ich glaube, ich könnte das nicht!
Besonders fasziniert haben mich die Gemeinschaftsarbeiten der Gruppe zum Thema "Flusslandschaft" und zum "Grünen Band". Bei der Flusslandschaft hat jede Frau der Gruppe einen Miniquilt mit einem Fluss gearbeitet, zusammengehängt ergeben sie ein tolles Bild:
Leider kann ich die Fotos nicht nebeneinander einfügen, sonst könnte man die Flusslandschaft im Ganzen sehen, aber ich denke, auch so kann man den Fluss sehr gut erkennen.
Die Quilts zum "Grünen Band" sind im Hochformat gearbeitet, auch sind alle wieder sehr unterschiedlich, aber der "rote Faden" ist wieder sehr gut zu erkennen.
Hier noch ein paar weitere Fotos:
 

Und das hier ist mein ganz persönlicher Favorit, die Wahl fiel unheimlich schwer, da alle Quilts wunderschön waren, aber der sprang mir sofort in's Auge:
Herbarium von Franziska Kluge. Ich denke, dass da die Motive zunächst gestempelt und dann mit der Maschine gequiltet worden sind. Eine tolle Idee und ein wunderschöner Quilt.

Nachdem wir uns die Ausstellung angesehen hatten, haben wir uns natürlich noch Erfurt angesehen. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Kirchen auf einem Fleck gesehen. Was natürlich zu Erfurt gehört, ist die Krämerbrücke. Gehört hatte ich davon schon viel, selbst da gewesen, war ich bis zu diesem Tag noch nicht.

 
Die Krämerbrücke ist eines der Wahrzeichen von Erfurt und ist die längte mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Bis auf einige wenige Häuser stehen alle im Eigentum der Stadt Erfurt. Am Ende (oder am Anfang, je nachdem) ist die Äegidienkirche, deren Turm man besteigen kann. Bezahlt haben wir für uns alle fünf, letztendlich musste aber zwei passen, so bin ich denn mit Johannes und Katharina allein auf den Turm gestiegen. Die 128 zusätzlichen Stufen haben sich gelohnt, die Aussicht war traumhaft:

 

Wir haben dann noch einem Bummel durch Erfurt gemacht, bevor wir dann zum Dom gegangen sind. Ein Foto auf dem berühmten Domstufen ist dabei doch ein Muss:

 
Leider war auf dem Platz vor dem Dom gerade Oktoberfest, ich hätte mir den Dom lieber ohne bunte, blinkende Lichter und Musik angesehen. Und wenn wir schon mal da sind, dann sehen wir uns den Dom und die Kirche St. Severi, die direkt daneben steht, auch von innen an. Jonathan meinte, zwar, wir würden uns nun schon die vierte Kirche angucken. Er hat dann nach dem Dom auch lieber draußen in der Kälte gewartet. Katharina fand das alles ganz toll, besonders die Orgeln und wie derjenige, der sie spielt, da hoch kommt, fand sie faszinierend.
 

Leider hatten wir mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück, aber wir haben uns davon nicht abhalten lassen und haben einen schönen Tag in Erfurt verbracht. Am Ende haben wir noch einen Hinweis auf das Puppenstubenmuseum entdeckt. Da eine Puppenstube Katharinas Weihnachstwunsch ist, sind wir da natürlich auch noch hingegangen. Und ich muss sagen, wir wurden nicht enttäuscht: Wahnsinn, wie viele verschieden Puppenstuben es dort gibt und eine ist schöner als die andere. Es gibt auf Kaufmannsläden zu sehen und bei vielen Sachen haben Steffen und ich erfreut ausgerufen, dass wir das aus unserer Kindheit noch kennen. Das war richtig schön, wie eine Reise in die Kindheit. Also, wer in Erfurt ist, sollte unbedingt das Puppenstubenmuseum beuschen, das lohnt sich auf jeden Fall!