Samstag, 8. Oktober 2016

Erfurt

Wir hatten in der vergangenen Woche Urlaub, leider ist heute schon wieder Sonnabend und am Montag hat uns Erwachsene und Katharina der Alltag wieder. Die Jungs haben es gut, sie haben noch eine Woche Ferien und sie freuen sich sehr, dass wir wieder arbeiten müssen, denn so können Sie in der kommenden Woche endlich einmal ausschlafen, was sie in dieser Woche leider nicht konnten - wir aber auch nicht. ;-) Da man im Urlaub aber nicht nur Möbel aufbauen, räumen und aufräumen kann, haben wir am Donnerstag die Chance genutzt und sind nach Erfurt gefahren. Auf Facebook hatte ich die Ankündigung für eine Patchworkausstellung der QuilThuer-Quilter gelesen, die ab 5. Oktober in Erufrt in der Michaeliskirche zu sehen ist. Na, wenn das kein Zufall ist. Von uns nach Erfurt zu fahren, ist nicht gerade angenehm, es geht auf der B4 lang und die ist voll mit LKW, es war ein ziemliches Getuckele, aber letztendlich sind wir ohne größere Staus und nach nur gut zwei Stunden nin Erfurt angekommen. Als erstes haben wir uns die Ausstellung angesehen, schließlich sind wir extra deswegen nach Erfurt gefahren.

Es war eine sehr vielfältige Ausstellung. Gleich am Eingang begrüßte uns der Gartenquilt von Petra, den sie nach einem Muster von Claudia Hasenbach genäht hat.
Daneben hängt ein Inchi-Quilt von Regina Langbein. Ich bin immer wieder fasziniert, was man auf einem Inch alles unterbringen kann. Ich glaube, ich könnte das nicht!
Besonders fasziniert haben mich die Gemeinschaftsarbeiten der Gruppe zum Thema "Flusslandschaft" und zum "Grünen Band". Bei der Flusslandschaft hat jede Frau der Gruppe einen Miniquilt mit einem Fluss gearbeitet, zusammengehängt ergeben sie ein tolles Bild:
Leider kann ich die Fotos nicht nebeneinander einfügen, sonst könnte man die Flusslandschaft im Ganzen sehen, aber ich denke, auch so kann man den Fluss sehr gut erkennen.
Die Quilts zum "Grünen Band" sind im Hochformat gearbeitet, auch sind alle wieder sehr unterschiedlich, aber der "rote Faden" ist wieder sehr gut zu erkennen.
Hier noch ein paar weitere Fotos:
 

Und das hier ist mein ganz persönlicher Favorit, die Wahl fiel unheimlich schwer, da alle Quilts wunderschön waren, aber der sprang mir sofort in's Auge:
Herbarium von Franziska Kluge. Ich denke, dass da die Motive zunächst gestempelt und dann mit der Maschine gequiltet worden sind. Eine tolle Idee und ein wunderschöner Quilt.

Nachdem wir uns die Ausstellung angesehen hatten, haben wir uns natürlich noch Erfurt angesehen. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Kirchen auf einem Fleck gesehen. Was natürlich zu Erfurt gehört, ist die Krämerbrücke. Gehört hatte ich davon schon viel, selbst da gewesen, war ich bis zu diesem Tag noch nicht.

 
Die Krämerbrücke ist eines der Wahrzeichen von Erfurt und ist die längte mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Bis auf einige wenige Häuser stehen alle im Eigentum der Stadt Erfurt. Am Ende (oder am Anfang, je nachdem) ist die Äegidienkirche, deren Turm man besteigen kann. Bezahlt haben wir für uns alle fünf, letztendlich musste aber zwei passen, so bin ich denn mit Johannes und Katharina allein auf den Turm gestiegen. Die 128 zusätzlichen Stufen haben sich gelohnt, die Aussicht war traumhaft:

 

Wir haben dann noch einem Bummel durch Erfurt gemacht, bevor wir dann zum Dom gegangen sind. Ein Foto auf dem berühmten Domstufen ist dabei doch ein Muss:

 
Leider war auf dem Platz vor dem Dom gerade Oktoberfest, ich hätte mir den Dom lieber ohne bunte, blinkende Lichter und Musik angesehen. Und wenn wir schon mal da sind, dann sehen wir uns den Dom und die Kirche St. Severi, die direkt daneben steht, auch von innen an. Jonathan meinte, zwar, wir würden uns nun schon die vierte Kirche angucken. Er hat dann nach dem Dom auch lieber draußen in der Kälte gewartet. Katharina fand das alles ganz toll, besonders die Orgeln und wie derjenige, der sie spielt, da hoch kommt, fand sie faszinierend.
 

Leider hatten wir mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück, aber wir haben uns davon nicht abhalten lassen und haben einen schönen Tag in Erfurt verbracht. Am Ende haben wir noch einen Hinweis auf das Puppenstubenmuseum entdeckt. Da eine Puppenstube Katharinas Weihnachstwunsch ist, sind wir da natürlich auch noch hingegangen. Und ich muss sagen, wir wurden nicht enttäuscht: Wahnsinn, wie viele verschieden Puppenstuben es dort gibt und eine ist schöner als die andere. Es gibt auf Kaufmannsläden zu sehen und bei vielen Sachen haben Steffen und ich erfreut ausgerufen, dass wir das aus unserer Kindheit noch kennen. Das war richtig schön, wie eine Reise in die Kindheit. Also, wer in Erfurt ist, sollte unbedingt das Puppenstubenmuseum beuschen, das lohnt sich auf jeden Fall!

Kommentare:

Die Fischerin hat gesagt…

Liebe Viola, danke für den interessanten Bericht von eurem Ausflug nach Erfurt und natürlich für die schönen Fotos der Ausstellung.
LG Astrid

Trillian as hat gesagt…

Na, das sieht ja nach einem schönen Ausflug aus. Besonders gut gefällt mir der Inchiequilt.

Cattinka hat gesagt…

Eine tolle Ausstellung und gleich als erstes Petras toller Quilt! Ich freu mich ihn in einer Ausstellung zu sehen, aber auch die anderen Arbeiten sind spitze.
LG
KATRIN W.

GittaS hat gesagt…

Danke für die tollen Bilder.
Der Inchie-Quilt und der Quilt von Petra gefallen mir besonders gut.
LG
Gitta

Petruschka hat gesagt…

Danke für die lobenden Worte zur Ausstellung. Toll, daß der Familienausflug in unsere Landeshauptstadt geführt hat. Daß Euch Erfurt gefallen hat, merkt man sehr gut.

Herzlichst, Petruschka