Mittwoch, 20. September 2017

Ihr Blätter wollt ihr tanzen...

...so rief im Herbst der Wind. Ich glaube, das Kinderlied kennt fast jeder und daran musste ich denken, als ich in den letzten Tagen meine Blätter appliziert habe. Ich habe, was Wunder, meinen Plan mal wieder geändert und nicht nur Ahornblätter appliziert.

Ein Ahornblatt ist aber auf jeden Fall dabei, ein Spitzahorn, denn den finde ich schöner als Bergahorn. Auf meinem Weg von der Schule nach Hause gab es auch viele Ahornbäume und ich habe immer lieber die Blätter vom Spitzahorn gesammelt, die sehen eleganter aus, als die vom Bergahorn. Und ich fand, die Blätter vom Spitzahorn sind auch immer wie schöner gefärbt, als die anderen...
Mein Ahornblatt habe ich leuchtend rot gemacht. Es fehlen noch die Blattadern, die kommen später. Zum Ahornblatt gesellt sich ein Gingkoblatt, das muss auch einfach mit in meinen Quilt. Ich finde, Gingkoblätter habe eine ganz besondere Form und sie sehen einfach toll aus. Mein Gingkoblatt ist, wie sie im Herbst sind, in einem warmen Gelbton genäht.
Das Gingkoblatt ist etwas kleiner als das Ahornblatt, durch das Zuschneiden sieht es nun sogar größer aus.

Als drittes Blatt habe ich ein Kastanienblatt appliziert. Das habe ich in grün appliziert, denn Kastanienblätter sehen im Herbst nicht wirklich schön aus. Mit Kastanienblättern verbindet mich eine ganz besondere Geschichte. In der Unterstufe, heute Grundschule, mussten wir eine Blattsammlung anfertigen und dort sollte u. a. ein Kastanienblatt dabei sein. Ich habe von dem Blatt nur ein Teil genommen und nicht das gesamte Blatt. Leider wurde dies nicht als Kastanienblatt gewertet und ich bekam Punkte abgezogen. Das hat mich sehr geärgert, denn ich hatte ja ein Kastanienblatt dabei gehabt, es fehlt nur etwas. ;-) Bei meinem Quilt habe ich nun peinlich genau darauf geachtet, alle Teile vom Kastanienblatt zu applizieren.

Wobei ich sagen muss, es ist gar nicht so einfach, ein Kastanienblatt zu schneiden.
Das sah nach allem, aber nicht nach Kastanie aus. Ich habe meine Teile wieder und wieder mit der Vorlage verglichen und irgendwann fiel mir dann auf, dass ich meine Blätter oben spitz auslaufen lassen muss.

Nachdem ich dann meine Blätter alle noch einmal korrigiert hatte, sah es wirklich nach Kastanie aus (Steffen hatte allerdings so seine Probleme, nach Eiche und Linde kam er dann irgendwann doch auf Kastanie).

Es fehlen bei allen Blättern noch die Blattadern und die Stile, das folgt später. Ich werde nun noch ein Eichenblatt applizieren, das wird auch wieder ein schöner warmer Herbstfarbton. Und dann muss ich mal schauen, was ich da noch für Kleinigkeiten mit auf den Block applizieren kann.

Sonntag, 17. September 2017

Magnolia

Irgendwie war klar, dass eine Magnolie in mein Sketchbook gehört. Ich liebe Magnolien, wenn sie blühen, ist es eine wunderschöne Zeit. Bevor die Blätter austreiben, blühen die Blüten und das und die unheimliche Farbe ist das zauberhafte für mich an diesen Pflanzen. Also habe ich mich auf die Suche nach einer schönen Magnolie gemacht und bin fündig geworden.

Für den Magnolienblock habe ich mich für Querformat entschieden und als erstes den Zweig appliziert.
Da ich Johannes heute wieder zum Pfeifen fahren musste, habe ich die Blüten gestern Abend soweit vorbereitet, dass ich sie heute, während ich auf ihn warte, applizieren kann. Auch wenn es botanisch vielleicht nicht ganz korrekt ist, bestehen meine Blüten aus drei Farben, so sind sie zum einen lebendiger und zum anderen habe ich von einer Farbe nicht so viele Schattierungen.

Heute morgen habe ich dann Johannes zum Fußball gefahren und während er den Platz abgenommen hat und sich auf das Spiel vorbereitet hat, habe ich mich im Auto häuslich eingerichtet und begonnen, meine Blüten zu applizieren. Mit der ersten Blüte war ich fertig, kurz nachdem das Spiel angepfiffen worden ist. Ich habe dann schon Sorge gehabt, dass ich mit den weiteren vielleicht vor Spielende schon fertig sein könnte...
Aber es hat dann doch alles gepasst, mit dem Schlusspfiff hatte ich meine Blüten appliziert. Sie sind nicht ganz so geworden, wie ich sie vorbereitet hatte, aber ich kann damit leben. Zu Hause habe ich dann auf die mittlere Blüte noch ein weiteres Blütenblatt appliziert, die Blüte war eigentlich schmaler geplant. Dadurch, dass sie so breit geworden ist, fehlt mir da die Simmigkeit.
Auf die Blütenansätze habe ich dann noch ein bisschen Grünzeug (wie es genau heißt, weiß ich nicht) appliziert. Mittlerweile geht mir die Applizieren mit dem Langettenstich richtig gut von der Hand (gelernt habe ich den Stich erst vor ein paar Wochen). Allerdings ist es an den Stellen, wo mehrere Blütenblätter aufeinander treffen, ziemlich dick geworden. Hätte ich mir im Vorfeld überlegt, wie und wo sich die Teile überlappen, hätte ich das entsprechend berücksichtigen können.
Man sieht, dass meine Blüten schon ziemlich weit aufgeblüht sind, offenbar geht die Blüteperiode bald dem Ende entgegen. Meine Blüten sind also eine Momentaufnahme von Ende der Blühperiode.
Auch von hinten sieht mein Block irgendwie schön aus. Selbst da ist die Magnolie zu erkennen. Und das sind meine beiden bisherigen Blöcke:
Als ich heute mit Katharina spazieren gegangen bin, haben wir gesehen, dass die Blätter an den Bäumen bereits bunt werden. An unserem Weg standen mehrere Ahornbäume. Der nächste Block, den ich applizieren werde, werden dann also verschieden bunte Ahornblätter sein. Das gehört doch auch irgendwie in ein Skizzenbuch...

Donnerstag, 14. September 2017

Taraxacum

Denkt jetzt bloß nicht, die paar Halbjahre Latein in der Schule hätten ein Ergebnis gebracht, nein, zum Glück gibt es google und google hat mir gesagt, wie mein Löwenzahn oder meine Kuhblume auf Lateinisch heißt... ;-) Schließlich soll mein Sketchbook-Quilt ja auch ein bisschen lehrreich sein.
Es hat eine Weile gedauert, ehe ich mal wieder an dem Block weiter arbeiten konnte, aber seit zwei Tagen ist er fertig. Ich hatte zunächst überlege, die Blüte noch ein bisschen auszugestalten. Angefangen habe ich damit auch, aber das hat mir nicht gefallen.
Da habe ich irgendwie kein so glückliches Händchen bewiesen, auch nicht beim Auftrennen, denn ich habe auch gleich Nähte von der Applikation mit durchgeschnitten. :-(

Ideen für die nächsten Blöcke habe ich auch schon, eine Magnolie muss auf jeden Fall dabein sein. Jetzt werde ich mal die ausgeliehenen Büchern durchblättern und mir noch das ein oder andere Motiv aussuchen.

Mittwoch, 6. September 2017

Nein, ich habe nicht geklickt...

Vor einer Weile ist mir im Internet ein toller Quilt über den Weg gelaufen. Ein Quilt in dezenten Farben und mit Applikationen aus Wollstoff.
Dieser Quilt ist ein Bom und ich habe ganz lange überlegt, ob ich ihn mir vielleicht doch bestellen sollte, allerdings hat mich das doch ziemlich hohe Porto davon abgehalten. Die monatlichen Packungen waren gar nicht so teuer, aber das Porto, dann hätte mich der Quilt um die 350 EUR gekostet. Nein, das war mir dann doch zu viel - man gut, dass ich mal im Vorfeld gerechnet habe, sonst war ich bei solchen Sachen ja immer sehr spontan...

Unabhängig davon habe ich aber eine halbe Ewigkeit gesucht, ob es nicht nur die Anleitung zu kaufen gibt. Irgendwann habe ich bei Facebook ein Foto einer Zeitschrift gesehen und daneben ein Foto vom Quilt.

Das kann doch nur heißen, dass in der Zeitung irgendetwas, vielleicht sogar eine Anleitung von diesem Quilt ist. Also habe ich nicht mehr nach dem Quilt, sondern nach der Zeitung gesucht. Aber in Deutschland war sie nicht mehr zu bekommen und so habe ich sie direkt bei Quiltmania bestellt.

Zunächst habe ich gedacht, dass die Bestellung irgendwie nicht geklappt hat, denn ich habe nach der automatischen Bestellbestätigung nichts weiter gehört. Dann aber kam die Zeitung - und die Enttäuschung war riesig groß: 20 Euro für eine Zeitung, die ich nicht brauche, denn in der Zeitung war natürlich nichts von dem Quilt. Dann habe ich noch einmal nach dem Beitrag gesucht und auch gelesen. Na toll, es war ein Gewinnspiel und die Packung oder was auch immer, einer der Preise. Super, hätte ich man im Vorfeld mal gelesen und nicht nur die Bilder angesehen... :-(





Und eigentlich kann ich ja den Quilt auch selbst gestalten. Vorlagen für die Applikationen kann ich finden, zum einen im Internet, zum anderen habe ich ein paar Bücher ausgeliehen bekommen, wo ich mir schön Bilder aussuchen kann. Das größere Problem für mich wren da die Stoffe. Natürlich wollte ich den Quilt auch aus Wollstoffen arbeiten, bisher hatte ich mich für solche Stoffe noch nicht interessiert. Grit hat mit dann den Tip gegeben, dass es viele schöne Wollstoffe bei Cotton und Color gibt. Da habe ich mir dann eine schöne Auswahl bestellt und mir sozusagen selbst geschenkt.
Schon von Anfang an stand fest, dass mein erster Block ein Löwenzahn wird. Die Vorlage dazu habe ich im Netz gefunden und als erstes dann die Blätter appliziert.
Meine Überlegung war dann nur, welche Blüte ich nähe: gelb für Kuhblume oder weiß für Pusteblume. Letzendlich habe ich mich dann für gelb entschieden. Das gab mir auch die Gelegenheit, noch einmal nach ein paar Stoffen zu gucken. Bei Country Quilt habe ich dann auch noch ein paar schöne Stoffe gefunden, besonders der gelbe mit den Punkten hatte es mir angetan.

Nun ist alles "angerichtet", ich muss dann nur noch Zeit finden, an meinem ersten Block weiter zu nähen.

Sonntag, 3. September 2017

Das Augustwetter

Heute habe ich endlich Zeit gefunden, mein August-Wetter zu nähen. Bei Katrin und Valomea gibt es schon das aktuelle Wetter zu sehen. Das war für mich Ansporn nun auch endlich mein Wetter zu nähen.

Die Temperaturen waren so lala, nicht wirklich warm, aber auch nicht richtig zum meckern. Meist bewegten sie sich zwischen 16 und 23 Grad, hin und wieder hatten wir auch mal 24 Grad. So schlecht war das Wetter nun nicht, aber hey, wir hatten SOMMER!!! Unter Sommerwetter stelle ich mir ein wenig was anderes vor, aber was soll's.
Wie man sieht, viel gelbes und gar kein rotes Wetter, ganz oft hatte ich 19 Grad und am 30.8. war es so richtig warm. Kurioserweise ist es immer zu Geburtstagen bei uns warm, bei Katharina und Johannes war es ebenso.

Der Auguststreifen liegt auf meinem Hintergrund. Die Entscheidung ist nun auch endlich gefallen. Lange habe ich überlegt und geschwankt zwischen schwarz, grau, anthrazit und blau. Letzendlich habe ich mich für anthrazit entschieden und mir dafür von Martina einen Stoff färben lassen. Mit der Farbe bin ich vollauf zufrieden und sie harmoniert sehr gut mit meinen bisherigen Wetterfarben.

Unten sieht der Stoff ein wenig hell aus, das kommt durch die Sonne. Nun überlege ich nur, ob ich meine Monate direkt aneinander nähe oder dazwischen einen schmalen dunklen Streifen nähe. Mir gefällt beides sehr gut, im Moment tendiere ich zum Zwischenstreifen, noch ist die Entscheidung aber nicht gefallen. Ich habe ja auch noch vier Monate, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Donnerstag, 10. August 2017

Mal wieder Blütenzauber

Ich glaube es ja bald nicht, dass ich dieses Projekt schon seit 2011 mit mir "rumschleppe". Immer mal wieder habe ich an meinem Blütenzauber ein bisschen weiter genäht, zum Ende gekommen bin ich allerdings nie und so lagen die Stoffe und Blöcke immer wieder in der Kiste. Dafür sind sie allerdings viel zu schade. Aus diesem Grund und weil gar nicht mehr viel fehlte und ich gern einmal etwas fertig machen möchte, habe ich mich entschlossen, dieses Projekt in meinem Urlaub zumindest soweit fertig zu stellen, dass die Blöcke zum Top werden.
Als ich das Projekt letztes Mal in die Kiste gelegt habe, fehlten mir noch sechs Karorandblöcke und 14 Blütenblöcke für den Rand, zusätzlich waren noch neun Blöcke mit einer Blüte zu besticken. Mit den zu bestickenden Blöcken habe ich mich zuerst beschäftigt. Eigentlich sollten auf die Blöcke Blüten und Blättern appliziert werden, eigentlich von Hand. Angefangen hatte ich damit auch, bin aber grandios gescheitert, auch mit Maschine habe ich nicht appliziert, irgendwann habe ich mich zum sticken entschieden.

Als erstes habe ich die noch fehlenden sechs Karoblöcke genäht. Dazu mussten wieder Streifen aneinander genäht werden.
Die Karoblöcke werden dann oben und unten mit unifarbigen Streifen eingefasst. Allerdings sind die Karoblöcke bei mir zu kurz. Ich weiß nicht, was ich da wieder gemacht habe, passend zugeschnitten waren die Streifen. Als ich mir die vor ein paar Jahren genähten Blöcke angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass auch bei denen die Karoblöcke zu klein sind... ???
Ich werde dann einfach bei den Eckblütenblöcken ein wenig schummeln und um diese noch einen Rand nähen, so kann ich die fehlenden Zentimeter ausgleichen.
Als nächstes standen dann die neun zu bestickenden Blöcke auf dem Plan. Nun hieß es, erst einmal die Datei wieder zu finden. Davor hatte ich ein wenig Bedenken, zum Glück habe ich sie dann aber doch recht schnell gefunden.
Die ersten Blöcke habe ich ja noch mit der Husqvarna, hinter der sich doch wieder eine Singer versteckte, bestickt. Ständig hatte ich dort Fadenrisse und es hat ewig gedauert, ehe ein Block fertig war. Die jetzigen Blöcke habe ich mit der Brother bestickt und ein Block war recht schnell fertig.
Das ist einer der Blöcke, die ich schon 2013 (?) bestickt habe.
Und das ist der erste neue Block. Der Rand ist breiter. Mist, da fiel mir wieder ein, dass ich ja einen Schritt in der Datei damals übersprungen hatte, damit eben der Rand nicht so dick wird. Das passiert eben, wenn man Jahre pausiert, ehe es an einem Projekt weitergeht. Ich habe dann meine Fehler bestmöglich korrigiert und die Umrandung in... ...pink gestickt.
Mmh, ob das nicht etwa zu krass wird? Ich weiß es nicht. Mal sehen, wie sich die Blöcke im großen Quilt machen. Auf jeden Fall habe ich nun die restlichen Blöcke auch so gestickt.
Der pinke Rand um die hellen Blüten fällt nicht wirklich auf.

Am nächsten Tag habe ich mich dann mit den Randblöcken beschäftigt. Das sind 10 Blüten für die Ränder und vier für die Ecken. Die für die die Ränder habe ich schon genäht. Das war eine echte Mammutaufgabe.
Ich habe wieder festgestellt, dass gute Vorbereitung viel ausmacht. Hier waren wieder die Stoffe im Vorfeld in Rechtecke und/oder Dreiecke zu schneiden. Damit geht das Benähen der Vorlagen viel, viel schneller, als wenn man die Stoffe nur so aus der Restekiste nimmt. ;-)
 
Zum Papier an den Nähten entfernen, habe ich gleich mal Steffen und Katharina eingespannt:
Nun fehlen mir nur noch die vier Blütenblöcke für die Ecken. Das Papier aus den früher genähten Blöcken muss noch entfernt werden (damals habe ich das Papier noch drin gelassen, warum auch immer) und dann könnte es an's Zusammensetzen des Tops gehen. Mal sehen, ob ich es wirklich in meinen letzten zwei Urlaubstagen noch schaffe.

Montag, 7. August 2017

Ein ganzes Wochenende nur für mich

Noch schwebe ich ein bisschen von dem schönen Wochenende und nehme den Schwung mit in den Alltag. Ja, es war ein traumhaftes Wochenende, so richtig Urlaub haben. 😊

Auf Facebook hatte ich gelesen, dass in Gifhorn eine Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen der Quiltgruppe Gifhörnchen ist. Gifhorn ist ja nun nicht so weit von uns entfernt und so habe ich überlegt, dass wir (naja, eher ich, denn noch immer bin ich der Autofahrer bei uns) eigentlich nach Gifhorn fahren könnten. Nun hatte ich am Freitag aber auch gelesen, dass in Thüringen in Kloster Veßra am Sonntag eine Spontanausstellung stattfindet. Mmh, zweimal Quiltausstellung am Wochenende, ob das meine Familie mitmacht. Steffen meinte dann, ich soll überlegen, wo ich gern hinmöchte und da fahren wir hin. Weil wir in Thüringen Katrin und Valomea treffen konnte, hatte ich mich zunächst für Thüringen entschieden.

Sonntag also Quiltausstellung und Sonnabend Fußball. So waren wir verbleiben, aber dann habe ich überlegt, dass es in Gifhorn bestimmt auch schön wäre und die Fußballsaison hat ja noch nicht angefangen, es sind ja nur Vorbereitungsspiele, die nicht wirklich wichtig sind. Also habe ich wir Sonnabend früh unsere Pläne über den Haufen geworfen und sind nach Gifhorn gefahren.

Und was soll ich sagen?! Es hat sich gelohnt. Wir hatten gerade den Ausstellungsraum betreten, da hatte uns Romy schon entdeckt. Ich habe mich so gefreut, sie endlich einmal persönlich kennen zu lernen. Wir haben eine ganze Weile erzählt und ich habe ihr schon "angedroht", wenn meine Jane irgendwann einmal fertig ist, dass ich sie ihr zum Quilten schicke.

Die Ausstellung war sehr schön. Allerdings habe ich nur ein paar wenige Fotos gemacht.
Besonders hat mich das Ambiente in der Scheune beeindruckt. Die Quilts hingen an den Balken von der Decke und so konnte man sie auch gut von hinten betrachten. Es waren auch einige Läden da, so dass ich mir zwei Stoffe als Nachschub für meine Jane mitnehmen konnte. Am dem Stand der Gifhörnchen hat mich dann Steffi angesprochen. Ich habe vorher schon auf ihr Namensschild geguckt und überlegt, ob sie es ist... Ja, sie war es. Zu guter Letzt hat mich dann noch Renate angesprochen. Sie wusste sogar, dass Katharina als ganz kleines Baby mit in Lübbecke zur Quiltausstellung war. Ja, das ist ewig lange her, da habe ich sie im Tragetuch vor dem Bauch gehabt.

Die Ausstellung in Gifhorn war ganz toll und schon da bin ich ganz euphorisch wieder nach Hause gefahren.

Am Sonntag haben wir uns dann recht zeitig auf den Weg gemacht, schließlich lagen fast 260 km vor uns. Die Fahrt war total einfach, die Autobahnen frei (als wir auf die A73 gefahren sind, habe ich Steffen gefragt, ob sie überhaupt schon freigegeben ist, da wir eine ganze Weile das einzige Auto waren... Auf so leeren Autobahnen zu fahren, macht richtig Spaß. Als wir die Abfahrt "Berlstedt" gesehen haben, habe ich Steffen darauf hingewiesen, dass dort Petra wohnt, mit der ich den Round Robin zusammen genäht habe.

In Kloster Veßra angekommen, begrüßten uns schon von weitem die vielen Quilts, die dort auf der Leine hingen. Bevor wir uns diese aber ansehen konnte, mussten wir erst einmal bei einem Herrn stehenbleiben, der Spiele gemacht hat. Die Kinder haben dort mit einem selbstbebauten "Flipper" gespielt und hatten viel Spaß dabei. Dann wollte ich aber gern die Quilts sehen und gleich als erstes habe ich einen Chateau Hexagon entdeckt. Nachdem ich dann die Signatur "KH" entedeckt hatte, habe ich zu Steffen gesagt, ich muss die Frau finden, die den Quilt genäht hat, das ist nämlich Katrin. Ach ja, und die, die den Wetterquilt dahinten genäht hat, muss ich auch finden, das ist Valomea.

Ich musste aber gar nicht lange suchen, denn Katrin stand da schon fast hinter mir und auch Valomea ließ nicht lange auf sich warten. Ich habe mich so sehr gefreut, beide endlich einmal persönlich zu treffen und mit ihnen erzählen zu können. Und wir hatten uns viel zu erzählen.

Valomea hatte auch ihre "Heimat der Kreativen" dabei. Die Entstehung dieses Quilts habe ich auf ihrem Blog verfolgt und da musste ich mich echt zusammenreißen, dass ich den Quilt nicht einfach von der Leine abnehme... 😉 Das ist ein Quilt, den ich wunderschön finde:
Im hinteren Teil des Museumsgeländes hatte ich mich umgesehen, während Steffen mit den Jungs was zu Essen besorgt hat. Auch dort hingen wunderschöne Quilts auf den Leinen, unter anderem auch der Blätterquilt, der es mir in Erfurt schon angetan hatte.
Nach dem Essen haben Katrin, Valomea und ich dann lange erzählt, irgendwann setzte sich dann eine Frau zu uns und sagte dann zu mir, ich bin doch Viola, sie ist Petra. Dass ich Petra dort auch treffen würde, damit hatte ich nicht gerechnet, umso mehr habe ich mich aber gefreut, auch sie endlich einmal persönlich zu treffen. Petra hatte mir damals, als ich mit Katharina schwanger war, einen Brief geschrieben, der mir sehr viel Mut gemacht hat. Den Brief habe ich heute noch. :-) Auch Petra hatte einige ihrer tollen Quilts mit dabei.
Wir haben dann auch ein kleines Bloggertreffen gemacht, dabei habe ich dann Rela (ich glaube, von ihr ist der tolle Blätterquilt), Heike, Britt und den "Lehrling" von Heike kennengelernt. Es war sehr interessant, die Menschen hinter den Blogs kennen zu lernen, neue Blogs zu entdecken und zu erfahren, warum die Menschen Blogs schreiben. Ich bin bei solchen Treffen immer etwas zurückhaltend (wobei ich schon viel mutiger geworden bin, als noch vor ein, eineinhalb Jahren, da wäre ich erstens nicht hingefahren und zweitens hätte ich dann auch nicht gesprochen 😌).
Ich hätte mich allerdings etwas eher auf die Runde durch das Museum machen sollen, denn als ich dann endlich bei der anderen Leine angekommen war, klafften dort schon riesige Lücken. Das fand ich sehr schade, denn von weitem sahen auch die Quilts sehr schön aus.

Das Gelände, auf dem die Ausstellung war, ist ein Freilichtmuseum. Viele alte Fachwerkhäuser und Gebäude gibt es dort zu besichtigen. Einige oder vielleicht alle, das weiß ich nicht, wurden dorthin umgesetzt. Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich lese, dass Häuser umgesetzt werden können.

 
Es war ein sehr schöner Tag und ich wäre gern noch länger geblieben, da aber eine Fahrt von knapp 3 Stunden vor uns lag, haben wir uns dann - ich schweren Herzens - auf den Weg gemacht. Nicht jedoch, ohne noch ein Foto von uns drei Wetterfeen zu machen:
Dass ich selbst dort einen oder mehrere Quilts auf die Leine hätte hängen können, auf die Idee bin ich nicht wirklich gekommen. Ich  habe mich dort immer mehr als Gast gesehen. Wenn ich etwas länger von der Ausstellung gewusste hätte, vielleicht hätte ich dann auch etwas mitgebracht, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich auf dem Rückweg in Gedanken schon einmal meine Quilts sortiert.
Und weil Steffen sich mit mir nun zwei Tage lang Quilts angesehen hat, haben wir auf dem Rückweg einen Abstecher nach Oberhof gemacht und uns dort die Bobbahn, den Skilift und die Sprungschanzen angesehen.
 

So und jetzt muss ich mich mal zwingen, aufzuhören, sonst wird es noch ein ellenlanger Bericht. Es war ein schönes Wochenende. Wir machen so etwas viel zu selten, weil wir irgendwie so sehr im Alltagstrott gefangen sind. Aber vielleicht ändert sich das jetzt bald wieder.